Zuckerhutinseln im Strandparadies
Jetzt oder nie! Wohl eine der schönsten Insellandschaften der Erde, Phuket und Umgebung, sollte bei der Urlaubsplanung ein Topfavorit sein
Denn dafür gibt es -neben all den Annehmlichkeiten eines Bade- und Schnorchelparadieses in entzückender Umgebung- zwei triftige Gründe: Je früher man kommt, desto einsamer sind derzeit noch die Strände. Und die gastfreundlichen Thais, die nach der Flutkatastrophe 2004 den Touristen selbstlos aufopfernd geholfen haben, brauchen uns so dringend wie nie zuvor.
Mittlerweile sind alle Resorts im Golf längst wieder geöffnet, Schäden beseitigt, etwaige Restaurierungsarbeiten abgeschlossen. Brancheninsider meinen sogar, dass die Hotelqualität noch weiter angestiegen ist, haben doch viele die Zwangspause für Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten genutzt.
Letzteres ist im Paradise Koh Yao Boutique Beach Resort & Spa, so der lange und vielsagende Name, kaum mehr möglich. Die Anlage, im Nordosten der Insel Yao Noi (etwa in der Mitte der Schiffsroute zwischen Phuket und Krabi) gelegen, hat dank ihrer geschützten Lage von der seinerzeitigen Flutwelle gar nichts abbekommen. Eingebettet zwischen dichten, tropischen Wäldern und gigantischen Felsen blickt man aus den Bungalows auf dem ansteigenden Hügel direkt auf eine prachtvolle, palmengesäumte Lagune.
Schon das Aufwachen in den Himmelbetten der luxuriös eingerichteten Holzhäuser ist ein unvergessliches Erlebnis. Die vor fremden Blicken geschützte Vorderseite besteht nur aus einer Glaswand, beim ersten Öffnen der Augen glaubt man, auf eine kitschige Fototapete zu blicken. Grünbewachsene Zuckerhutinseln wachsen bis zum Horizont aus dem türkisblauen Meer, davor lockt der weiß leuchtende Sandstrand zu einem Morgenbad. Das man wahlweise aber auch im eigenen Jacuzzi auf der Terrasse genießen kann.
Im Paradies wird auch deutsch gesprochen. Das Schweizer Management sorgt für angenehme, entspannte Stimmung bei perfekter Organisation. Das Personal kümmert sich unaufdringlich liebenswürdig um jeden Gast. Auch wenn einem alle Wünsche von den Augen abgelesen werden, gibt es hier keine strengen Hierarchien, sondern eine angenehm familiäre Atmosphäre. Zwei ausgezeichnete Restaurants sowie eine Beauty Farm mit Aromatherapien und natürlich herrlichen Thai-Massagen runden den guten Eindruck ab.
Koh Yao ist dank seiner Lage mitten im Golf auch prädestiniert für Bootsausflügler zur umgebenden Inselwelt. Mit Langbooten geht es zu steil aufragenden Inseltürmen, durch winzige Durchfahrten gelangt man in kristallklare Lagunen, mitten in bizarren Kalksteinformationen und Höhlensystemen. Immer wieder steuert das Boot zwischendurch Traumstrände an, wo man nicht nur schwimmen und schnorcheln kann, sondern auch auf Tuchfühlung mit der örtlichen Fauna ist. Was etwas kitzlig sein kann, wenn man im seichten Wasser einen Jungfisch-Schwarm mit den Barbecue-Resten füttert, oder auch durchaus spannend, wenn gerade ein riesiger (aber satter und freundlicher) Waran zwischen sonnenbadenden Körpern seinen Weg vom Meer in den Busch sucht.
Koh Yao Noi wird vom Tourismus gerade entdeckt, auch das Paradise Resort wurde erst 2005 eröffnet. Kajakausflüge an der Küste entlang oder eine Inselerkundung mit Mountainbike oder Jeep gibt viel Einblick ins ursprüngliche thailändische Inselleben. In den Dörfern gibt es noch keine Souvenirindustrie, sondern urige Fotomotive, nette Menschen und köstlichen Fisch.
Viel zu entdecken gibt es auch auf der südlich von Krabi gelegenen Insel Lanta Yai. Konzentrierte sich bisher hauptsächlich eine wachsende Zahl von begeisterten Individualtouristen auf diese wunderbare Badeinsel mit zahlreichen langen Sandstränden, so lockt nun auch ein 5-Stern-Resort im äußersten Süden.
Prunkstück des Pimalai-Resorts & Spa ist der fast ein Kilometer breite, perfekte Sandstrand, in Sonnenuntergangsrichtung noch dazu. Das Eldorado für Erholung Suchende, die nichts mehr brauchen als den Sonnenschirm, ein gutes Buch und Imbiss- und Getränkeservice zum Liegestuhl. Sowie ein ruhiges und perfekt ausgestattetes Zimmer im Schatten des angrenzenden Regenwaldes.
Die Organisation ist auch hier nahezu perfekt, auch hier liegt es wohl am Schweizer Management, das unter anderem mit duftendem Bündnerfleisch auch ein wenig Alpenländisches ins köstliche Frühstücks-Buffet integriert hat.
Das Gelbe vom Urlaubs-Ei sind aber die Ausflüge in die Inselwelt des Hat Chao Mai Nationalparks. Die gigantischen, grün behangenen Zuckerhut-Felseninseln mit all ihren Grotten und Höhlen lassen sich am besten vom Kajak aus erforschen. Auf einsamen, kleinen Stränden gibt es zwischendurch Picknicks, Erfrischungen und genug Schatten für eine Abkühlung. Warane haben wir hier zwar nicht gesehen, aber dafür eine sehr zutrauliche Riesenschildkröte.
Resorteigene Luxusmotorboote bringen den Urlauber dann wieder zum Festland, wo es von Krabi oder Phuket aus entweder nach Hause oder zu einem abschließenden, empfehlenswerten Einkaufsbummel nach Bangkok geht. Sehr empfehlenswert sind Bangkok Airways: Volles Menü auf dem einstündigen Flug, perfekter Service und -auf dem Inlands-Terminal der Metropole- schon vor dem Einsteigen ein Buffet mit Speisen und Getränken sowie Internetzugang, alles gratis für gewöhnliche Economy-Reisende.
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