Michaels Reisetagebuch: Tahiti-Neuseeland-Neukaledonien-Australien-Tasmanien-Thailand - Moorea: Südsee mal ganz anders

Moorea

Südsee mal ganz anders

Das Wort "Wellness" war in Französisch-Polynesien bis vor kurzem unbekannt. Seit wir dort waren, wissen wir warum: Auf den über 100 kleinen Robinson-Inseln im Südwestpazifik ist jeder Aufenthalt ein Wellness-Urlaub. Aber es kommt noch besser: Für diesen Trip ins Paradies braucht man nur drei Dinge: zwei Wochen Urlaub, einen günstigen Flug - und vielleicht ein Zelt.

Ohne Knete nach Papeete. In neunzehn Stunden um die Welt. Zwischenlandungen in Paris und Los Angeles. Das strengt an. Doch beim Aussteigen in Papeete ist alles vergessen: Lächelnde Polynesierinnen legen den weißen Fremdlingen duftende Blumenkränze um und zupfen derart anmutig ihre Ukulelen, dass man sofort bei ihnen Unterricht nehmen möchte. Gibt's nicht? Gibt's doch! Auf Tahiti.

Braune Mädchen in Baströckchen. So haben wir uns als Jungen die Südsee-Girls vorgestellt - sanft und braun wie auf den Bildern von Paul Gauguin, der 1891 ankam und gar nicht wieder nach Hause wollte. In diesem Punkt ist alles beim Alten geblieben: Wer hier Urlaub macht, kann sich nichts Schöneres mehr vorstellen.

Kurs Haifischzahn. Gegenüber von Tahiti liegt ein Zacken im Pazifik - der markante Berg der Insel Moorea. Tipp: Gönne dir statt zehn Minuten im teureren Wasserflugzeug eine Überfahrt mit der Fähre. Nach zwanzig Minuten öffnen sich zwei fjordartige Buchten mit lichtblau schimmernden Lagunen und waldreichen Tälern - darüber die gezackte Berg-Silhouette.

Campingplatz im Paradies. Vom Hafen aus geht's im Truck zur Nordwestspitze Mooreas. In Hauru Point kann man im Chez Nelson & Josiane günstig übernachten. Romantiker mieten zum ebenfalls günstigen Tarif einen Traumplatz bei Moorea Camping und hören fremden Vögeln beim Zwitschern zu. Zum Frühstück gibt es Tropenfrüchte satt: Ananas, Mango, Papaya & Co wachsen überall. Am Straßenrand stehen Tische mit Obst. Einfach zugreifen und angemessenen Betrag hinterlassen.

Den schönsten Aussichtspunkt der Welt erklimmen wir am nächsten Morgen zwischen Cook's Bay und Opundhu Bay: azurblaue Bucht, zackiger Fels und wildes Grün, so weit das Auge reicht. Und dann nichts wie an den Strand, nach Maharepa an der Nordküste zum Beispiel. Hinter uns Berge, vor uns das Meer und - Tahiti.

Tanz die Südsee. Keine Angst übrigens vor den Mitmach-Shows im Künstlerdorf Tiki Village. Wenn der Tag geht, kommen Tahitis Dancing Queens und machen noch dem ärgsten Tanzmuffel Beine. Nichts ist auf Moorea leichter als Lockerlassen.

Da die Küstenstraße nur sechzig Kilometer lang ist, genügt ein Fahrrad zum Rumkommen - am Campingplatz und an der Tankstelle günstig zu mieten. Alle Strände sind öffentlich; die schönsten findet man entlang Haapiti - 5 Kilometer feiner, weißer Sandstrand mit Palmen. Vom Club Med aus kann man zu den vorgelagerten Motus-Inseln hinüberschwimmen (Strömung beachten!). Top-Ausflug: Delfin Watching mit Moorea Boat Tours.
Klima: Sonne, Lüftchen: 27 Grad - das beste Wetter der Welt. Auf der schönsten der 13 Gesellschaftsinseln, Moorea, leben nur 11.000 Menschen.
Tipps:- Insel-Hopping - mit dem Katamaran Ono Ono (drei Mal die Woche).
- Südsee-Schmaus: Poisson Cru - roher Fisch, in Zitronensaft mariniert, mit Kokosmilch.
- Ab 6 Kilometer ist man beim Tahiti Nui Sunrise Marathon dabei (Mitte Februar auf Moorea).