Wo Thailand am schönsten ist
Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao: Traumstrände und bunte Unterwasserwelt
Eine kleine Hütte aus Holz, eine Hängematte mit Blick auf eine Bucht aus weichem Sand, dazu türkisfarbenes Meer. Wer würde da nicht schwach werden? Auf den Inseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao im Golf von Siam werden solche Urlaubsträume Wirklichkeit. Der Film The Beach mit Leonardo diCaprio machte den kleinen Archipel weltbekannt. Mit Klischees war der Streifen reich bestückt. Doch wer die Inseln einmal besucht hat, der weiss: Im Original sind sie noch viel schöner.
Wie leuchtende Goldstücke schmiegen sich die drei Insel Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao an die Südostküste Thailands. Nur etwas mehr als eine Flugstunde von Bangkok entfernt taucht der Besucher auf Koh Samui in eine zauberhafte Tropenwelt ein. Mit fast 1,5 Millionen Kokospalmen und endlosen Sandstränden ist die bekannteste und grösste der drei Inseln ein perfektes Ferienparadies. Schon beim Anflug auf den winzigen Flughafen präsentiert sich die Insel von ihrer schönsten Seite: Das Landesinnere ist mit dichter Vegetation überzogen. Am Rand schimmern wie feine Sicheln goldgelb die Sandstrände, gesäumt mit einem dichten Spalier aus Kokospalmen.
Koh Samui wurde in den siebziger Jahren von Rucksackreisenden entdeckt. Sie verbrachten hier teilweise mehrere Monate für wenig Geld. Heute sind es vor allem Pauschalreisende, die an der Chaweng Beach, dem schönsten und längsten Strand der Insel, und an der benachbarten Lamai Beach in der Sonne schmoren.
Die Gründerjahre des Tourismus sind längst passe: Mittlerweile reiht sich an den begehrtesten Stränden eine Bungalowanlage an die andere. Doch das stört das Tropenidyll kaum, denn keines der Hotels ist höher als die Palmen daneben.
Wenn abends in den Strandlokalen die Lichterketten aufgehängt werden, die Kerzen sanft im Wind flackern, gleicht die Insel einer Märchenlandschaft. Am Strand isst man immer unter freiem Himmel: Langusten, Garnelen und allerlei tropische Fische werden am offenen Feuer vor den Augen der Gäste gegrillt.
Wenn die gesetzteren Herrschaften sich gegen Mitternacht auf den Rückweg in ihre Hütten machen, beginnt für viele der jüngeren Gäste erst die Nacht: Bis in den frühen Morgen wird in den Nachtklubs und Diskotheken ausgelassen gefeiert und getanzt.
Wer es lieber etwas ruhiger mag, der zieht sich an einen der abgelegeneren Strände im Norden der Insel zurück. Oder er setzt gleich mit der Fähre auf die Nachbarinsel Koh Phangan über. Das kleine Eiland ist zwar längst kein Geheimtipp mehr. Die Insel ist jedoch noch rauer und ursprünglicher als das lebhafte Koh Samui. Die meisten der zauberhaften Strände sind nur mit dem Boot zu erreichen, kein Sonnenschirm stört den Blick aufs Meer. Lediglich das Vorbeiknattern eines Fischerboots unterbricht manchmal die Stille. Direkt hinter ihnen ragen über 600 Meter hoch die Felsen auf - das Inselinnere ist weitgehend unzugänglich.
Einer der schönsten Plätze auf Koh Phangan ist der abgeschiedene Doppelstrand Tong Nai Pan. Im glasklaren Wasser schaukeln bunte Fischerboote. Im Schatten der Palmen sitzen die Fischer und flicken ihre Netze, Kokosnussbauern schälen das Mark aus den Früchten. Das Wasser leuchtet in allen Farben zwischen tintenblau und türkisgrün. Am Ufer stehen ein paar kleine Unterkünfte: Die Gäste schlafen in idyllischen Pfahlbauten unter meterhohen Palmen. Nachts wiegt das Konzert des Dschungels die Besucher in den Schlaf.
Nur einmal im Monat wird auf Koh Phangan die Stille gestört: Wenn am Partystrand Hat Rin im Süden der Insel die Full-Moon-Party steigt. Dutzende Bars und kleine Restaurants bereiten sich schon Tage vorher auf das Ereignis vor und schiffen von der Nachbarinsel tonnenweise Bierdosen und andere Alkoholika ein.
Mit fast zehntausend Ravern pro Monat zählt die Feier zu den grössten Open-Air-Partys der Welt. Techno-Freaks aus Asien, Australien, Europa und den USA tanzen im seichten Wasser bis in die frühen Morgenstunden - manche bis zur Besinnungslosigkeit. Doch Ruhesuchende dürfte selbst das nicht stören, denn an den anderen Stränden der Insel ist es zur Zeit der Party sogar noch ruhiger als sonst.
Was wäre Thailands Süden ohne seine fabelhafte Unterwasserwelt? Wohl nur halb so schön. Kenner zählen die thailändischen Inseln zu den schönsten Tauchrevieren der Erde. Ein Muss ist dabei die Schildkröteninsel Koh Tao. Sie liegt nur 40 Kilometer nördlich von Koh Phangan im Golf von Siam. Vielleicht mögen die Strände nicht so idyllisch sein wie auf den grösseren Nachbarinseln, dafür locken einige der schönsten Riffe des Landes: Skurrile Korallenbauten, leuchtende Tropenfische und anderes farbenprächtiges Meeresgetier sind die Hauptdarsteller im Unterwasserprogramm. Das klare Wasser eignet sich auch für Anfänger ideal. Bei gutem Wetter hat man die maximale Sicht von 40 Metern. Mit Glück bekommt man hier sogar einen der bis zu 15 Meter langen Walhaie zu Gesicht.
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