![]() Fortsetzung von Seite 1: Abermals musste ich fast zwei Monate warten, ehe ich am 5. Oktober 2007 (Datum des Schreibens: 28. September 2007) einen Brief von Norbert Aßmus erhielt, der allmählich deutlich macht, dass ich mürbe gemacht werden soll. Zwei Monate hat Aßmus dafür gebraucht, um mir mitzuteilen: Ihre Eingabe habe ich den Abgeordneten, die dem Petionsausschuss zu Ihrem Anliegen Bericht erstatten werden, zugeleitet. Nach abschließender Behandlung Ihrer Petition durch den Deutschen Bundestag werden Sie unaufgefordert über das Ergebnis unterrichtet werden. Ich bitte Sie, sich bis dahin zu gedulden. Ich geduldete mich wieder, fragte nach einem Monat des Schweigens nochmals nach und erhielt zur Antwort einen ähnlichen Brief: ![]() ... ich hakte wieder nach und bekam kurz vor Weihnachten 2007 erneut einen Brief von Norbert Aßmus, in dem ich um Geduld gebeten wurde:
![]() Auf meine Frage, ob ich nach dieser extrem langen Wartezeit und den Vorkommnissen hier in Graz nicht wenigstens das Recht auf eine Erklärung hätte, warum die Prüfung so furchtbar lange dauert, erwarte ich keine Antwort mehr. Seit April 2007 wurde mir eine Prüfung zugesagt. Immer wieder wurde ich von Norbert Aßmus um Geduld gebeten. Letztendlich gab es kein Ergebnis! Es wurden mir keine Gründe genannt, warum mir in meiner lebensbedrohlichen Situation seinerzeit nicht geholfen wurde! Unverändert bin ich aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, Österreich zu verlassen. Ich fühle mich wie ein Gefangener, der auch ohne Fußfessel Stadt und Land nicht verlassen kann.
![]() Am 5. Juni 2008 erhielt ich eine anonyme E-Mail von einem Leser dieser Seiten. Er/sie schickte mir einen Wikipedia-Link, aus dem hervor geht, dass Leitner österreichischer Staatsbürger ist. Zumindest ist er hier geboren. Der deutsche Honorarkonsul ist also Österreicher! Wenn ich Probleme mit Österreich habe, beschwere ich mich bei einem Österreicher? Unfassbar! Jedenfalls weiß ich jetzt, warum er nicht geantwortet hat.
![]() Die Abgeordnete Monika Brüning, hier vertreten durch ihre Sekretärin Michaela Liebisch, weiß von einer negativen Entscheidung des Petititionsausschusses - bevor sie mir mitgeteilt wurde. Ich fragte immer wieder nach und bekam nie eine Antwort und bekam jetzt die Mitteilung -zwischen Tür und Angel- von einer Dritten mitgeteilt. Und bei all diesen Hiobsbotschaften stehe ich ohne supportive Unterstützung da; muss sehen wie ich damit klar komme.
![]() Fast einen Monat hat Monika Brünings Büro für die angeblich so sorgfältig geprüfte Anfrage gebraucht: Der Petitionsausschuss hat in meinem Fall doch noch keine Entscheidung getroffen; diese erfolgt voraussichtlich in der kommenden Woche. Ich bin nur noch sprachlos. Andere hätten sich nach dieser Falschmeldung vielleicht etwas angetan. Mich hat diese Szene fatal an ein Krankenhaus erinnert: Der Arzt teilt dem Patienten mit; er habe nur noch wenige Monate zu leben - am nächsten Tag entschuldigt sich der Arzt und bemerkt, die Befunde seien leider verwechselt worden. Prüft diese Mails mit sensiblem Inhalt niemand, bevor sie versendet werden? Extrem befremdlich: Norbert Aßmus vom Petitionsausschuss habe ich nach Erhalt von Brünings erster Mail gefragt, warum mir nie eine Entscheidung mitgeteilt worden ist. Er hat es nicht für nötig befunden, mir auch nur eine kurze Antwort zu senden, will damit offenbar erreichen, dass ich weiterhin von diesem angeblich negativen Ergebnis ausgehen soll. Erst am 20. Mai 2008 erhielt ich den negativen Bescheid vom Petitionsausschuss: Meine Bitte um Rückkehrhilfe wurde abgeschmettert. Keine einzige meiner Fragen wurde beantwortet.
![]() ![]() Steinmeier antwortete nicht; er war mit seiner eigenen Karriere beschäftigt, will seine Macht ausbauen und hatte von daher keine Zeit, einem verzweifelten Menschen zu antworten (Bild links). Die Antwort seiner Mitarbeiterin war gewohnt banal: Hildegard Kettering meint, ich solle mein ganzes Hab und Gut in Graz zurücklassen und mit der Bahn an die österreichisch-deutsche Grenze kommen. Wo ich denn wohnen solle, schreibt sie auch auf Nachfrage nicht. Was ich in dieser Gegend solle, wo ich niemanden kenne, auch nicht. Sie glaubt tatsächlich, dass ich mich in Anbetracht meiner schlechten Gesundheit und nach all den negativen Erfahrungen in Graz auf ein solches Unterfangen einlasse. Und dafür habe ich jahrelang gearbeitet? Hildegard Kettering hofft, mir damit geholfen zu haben.
![]() Mit Schreiben vom 13. Mai 2008 teilte mir die Vorsitzende des Petitionsaussches, Kersten Naumann, die Entscheidung mit: Mein Anliegen wird abgelehnt. Das hatte ich nach der zermürbenden Wartezeit durchaus erwartet ...
![]() ... nicht erwartet hatte ich die ultrapeinliche Begründung, wofür der Ausschuss unfassbare 13 Monate gebraucht hat. Keine(!) einzige meiner Fragen wurde beantwortet. Darüber hinaus gab es nachweisbare Fehler. Hier der größte Patzer:
![]() Der Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Wien, Klaus-Peter Kalinowski, rief in der Tat am Morgen des 7. März 2007 bei mir an. Ich stand unter der Dusche, als mein Handy klingelte. Ich hörte die Mailbox ab und hatte danach nur noch € 1,10 Guthaben. Ich rief Kalinowski zurück und bat ihn, mich zurückzurufen. Damals hatte ich nicht das Geld, meine Wohnung zu beheizen und mein Bankkonto war weit überzogen - als Folge, dass mir fast ein Jahr lang kein Wohngeld gezahlt wurde. Kalinowski lehnte den Rückruf mit der Begründung ab, er sei morgens immer mit der -so wörtlich- Kundenabfertigung beschäftigt. Er könne nachmittags anrufen, was bei mir aber unmöglich war, weil ich stets von 12:50 Uhr bis 18 Uhr arbeiten muss und ich nicht den Job nicht gefährden wollte. Klaus-Peter Kalinowski bat darum, dass ich ihm kurz schildere, um was es gehe. Schon vor sechs Monaten bat ich ihn, meine Webseite zu lesen, doch dafür hätte er keine Zeit(!). Wörtlich: »Das ist ja ein Roman« und damit war das Thema für ihn erledigt. Mein restliches Handy-Guthaben von einem Euro war nach wenigen Minuten aufgebraucht. Das fehlende Guthaben hat das Gespräch unterbrochen. Nicht ich. Ich habe dieses Gespräch mit meinem Tonband aufgezeichnet. Was der Ausschuss schreibt, ist komplett gelogen.
![]() Nichts, nachweislich nichts hat das Auswärtige Amt unternommen, mir zu helfen: - Es wurden mir kein Facharzt und kein Rechtsanwalt angeboten, wie es die offizielle Webseite offeriert. Beide hätte ich so dringend gebraucht: - Als ich nach meinem Suizidversuch im Dezember 2006 in der »Sigmund Freud«-Klinik war, wo ich ein Jahr zuvor stundenlangen Todesdrohungen ausgesetzt war, und die Botschaft von meinem Vater und einem Freund um Hilfe gebeten wurde, gab es keinerlei Nachfrage, ob alles in Ordnung ist, keinen Rückruf oder gar Besuch. Auch nicht nach der Feiertagsruhe. Dabei wird ausdrücklich Schutz und Hilfe angeboten: - Mir wurde kein rückzahlbares Darlehen angeboten, wie es auf der offiziellen Seite angeboten wird: - Es wurde nicht einmal der Versuch unternommen, ein vermittelndes Gespräch mit den Grazer Behörden zu führen, als ich mich im Winter in meiner unbeheizten Wohnung fast zu Tode fror. Vermittlungsgespräche werden bei Problemen mit Behörden ausdrücklich angeboten: - Bei Problemen im Ausland stehen Botschaft und Auswärtiges Amt mit Rat und Tat zur Verfügung. Keine einzige Frage, die ich dem Auswärtigen Amt bereits am 31. März 2007 stellte, wurde bis heute beantwortet. Von einem Beistand in Notfällen konnte erst Recht keine Rede sein. Ich war so verzweifelt, dass ich zwei Suizidversuche unternommen habe, weil ich keine Hilfe bekam und in Panik geriet bei dem Gedanken, einen weiteren Winter ohne Heizöl erleben zu müssen: Stattdessen wird zum x-ten Mal vorgeschlagen, ich solle mich -trotz meiner angeschlagenen Gesundheit- auf den Weg zur Staatsgrenze begeben, ohne zu wissen, wo ich hin muss, ohne dort eine Wohnung zu haben. Alles was ich besitze soll ich zurücklassen.
![]() 14 unfassbar lange Monate sind vergangen. In einer zermürbenden Zeit, in der offenbar nichts oder völlig ungenau geprüft wurde. Ich habe den Brief mindestens 10x gelesen, weil ich den Inhalt nicht glauben konnte. Das darf doch alles nicht wahr sein!
![]() Mit anderen Worten: Es interessiert mich einen Dreck, was Sie in der »Sigmund Freud«-Klinik erleben mussten. Was kümmern mich Ihre Schmerzen oder die Tatsache, dass Sie operiert werden müssen? Gehen Sie doch zu Dr. Schwarzl - den kennen Sie doch schon! Oder Ihre schwerkranke Mutter, die Sie noch einmal sehen wollen? Die kann mich mal kreuzweise! Belästigen Sie mich nicht weiter!
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