Michaels Reisetagebuch: Hawaii-Neuseeland-Kanada - Wolkenkratzer und Wasserfälle

Wolkenkratzer und Wasserfälle

Im Land des schimmernden Wassers: Kanadas Provinz Ontario hält, was ihr alter irokesischer Name verspricht. Ein Trip von Toronto zum atemberaubenden Naturschauspiel von Niagara

Welcome in Ontario, Sir! Der freundliche Willkommens-Gruß bei der Passkontrolle am Airport von Toronto. Der lebensfreudigen Hauptstadt von Ontario, Kanadas zweitgrößter Provinz. Unendlich erscheinende 1,1 Millionen Quadratkilometer groß. "Ontario" ist das irokesische Wort für "schimmerndes Wasser". Und dieses sprudelt, zischt und schimmert, als hätte es sich aus einem Füllhorn ergossen. 250.000 Seen machen Ontario zum größten Süßwasserbecken der Welt.


Am Ufer des Lake Ontario ragen Torontos Wolkenkratzer zwischen grünen Parks in den Himmel. Toronto ist mit 4,5 Millionen zwar größte Stadt Kanadas, doch nicht die Hauptstadt von Ontario. Dieses Privileg darf das um ein Viertel kleinere Ottawa für sich in Anspruch nehmen.

Toronto: Eine saubere, kosmopolitische Metropole. Ein ethnisches Mosaik aus mehr als achtzig Nationalitäten. "Die multikulturellste Stadt der Welt", schwärmt Armin H. Schroecker, der aus dem Salzburger Lungau stammende General Manager des noblen Hilton Toronto. Wir checken ein - und eine gewisse Paris Hilton, aus Klatschspalten bekannt, flötet gerade "Bye-Bye".

Toronto liebt Superlative. Mit der größten Ladendichte Nordamerikas ein Shopping-Paradies auf Schritt und Tritt. Falls das Wetter einen Streich spielt, tauchen Shopping-Süchtige in den Untergrund von Downtown ab. Unterirdisch erstrecken sich in einem 27-Kilometer-Labyrinth Geschäfte und Restaurants.

Zu ebener Erde ist der 553,33 Meter große CN Tower, als Kanadas Weltwunder gepriesen, ein unübersehbarer 'Wegweiser'. Auf luftigen 346 Metern Höhe lässt es sich im Drehrestaurant vorzüglich speisen, Schwindelfreie genießen den atemberaubenden Blick auf die Stadt. Wie Winzlinge wirken selbst Wolkenkratzer aus dieser Vogelperspektive.

Toronto - eine Stadt der Lebensqualität und der Kultur. Die vorgelagerten Toronto Islands, nach nur sieben Minuten Fahrzeit mit der Fähre zu erreichen, sind ein grünes Erholungsparadies. Für Kultur-Freaks ist das Royal Ontario Museum ein absolutes Muss, so wie für Eishockey-Fans die berühmte Hall of Fame. Freunde des Lord of the Rings können Mister Frodo & Co auf der Musicalbühne begegnen. Ein Kassenschlager.

Zurück zum Wasser. 130 Kilometer von Toronto entfernt, wartet ein Naturwunder: Die Niagara Fälle! Der den Eriesee und den Ontariosee verbindende Niagara River stürzt an der Staatsgrenze zwischen Kanada und den USA 57 Meter in die Tiefe. 168.000 Kubikmeter pro Minute! Horseshoe, Hufeisen, heißt der kanadische Teil der Niagara Falls. Mit Regenmantel geschützt, sucht man mit der Touristen-Barkasse Maid of the Mist Tuchfühlung. Die sprühende Gischt zischt ins Gesicht. Wem das Glück hold ist, der erlebt einen Regenbogen. Der verspricht der Fama nach Glück für das ganze Leben.

Die Niagara-Region zählt zu den schönsten Regionen Kanadas. In der Kleinstadt Niagara-on-the-Lake wohnt das Christkind. Im kitschigen Laden Just Christmas putzt Tracy dem Weihnachtsmann jeden Tag den Staub von der Nase und schreibt mit Kreide die aktuelle Wartezeit bis Weihnachten auf eine Tafel: "100 Days till Christmas".

Edle Weine wachsen in Niagara. Im Weingut Inniskillin kredenzt der 1969 aus Lilienfeld gekommene Karl Kaiser seinen Eiswein. Als Icewine Maker hat er in Kanada sein Glück gefunden. So wie viele Deutsche und Österreicher.

Lest bitte auch die Reportage: Ich bin kanadisch