Skyline mit Flair: Toronto
Toronto - Kanadas größte Stadt bietet viel für Städtereisen-Fans. Lebensmotto der Schickeria: "So hip, dass es schon weh tut"
Der selige Peter Ustinov hatte die seltene Gabe der präzisen Pointe. Über Toronto meinte der Weltenbummler: "Toronto ist wie New York, wenn es von Schweizern geführt wird".
Willst du eine nordamerikanische Wolkenkratzer-Metropole besuchen, wo du noch um Mitternacht zu Fuß den Heimweg wagen kannst? Dann bist du in Toronto richtig, der fünftgrößten Metropole Nordamerikas - nach Mexico City, New York, Los Angeles und Chicago.
Toronto, mit 2,5 Millionen Einwohnern (5,7 Millionen im Großraum) die größte Stadt Kanadas, gibt ein Gefühl von Sicherheit. Noch dazu in einem Hotel, das so zentral liegt wie das Hilton Toronto, von wo aus sich alle Top-Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen lassen.
"Treffpunkt" - so wurde Toronto ursprünglich vom Indianerstamm der Huronen genannt. 1843 wurde daraus der offizielle Name Toronto. Treffpunkt - ein treffender Name: In Toronto leben rund achtzig Nationalitäten miteinander, ohne messerscharf voneinander abgegrenzte Ethno-Vierteln wie in US-amerikanischen Großstädten.
Toronto putzt sich gerade toll heraus: Acht der größten Kultur-Institutionen der Stadt werden renoviert. Spektakulär ist das Royal Ontario Museum, in dessen Altbau Stararchitekt Daniel Libeskind einen schrägen Neubau in Form eines Kristalls einsetzen ließ. Da ist die Fassade schon die Attraktion. Oder die Art Gallery of Ontario mit der berühmten Skulpturen-Sammlung von Henry Moore.
Für Kultur ist Toronto ganzjährig zu empfehlen: Vom weltberühmten Jazzfestival bis zum Filmfestival im Herbst. Das Bohemien-Viertel Queen Street West bietet eine schillernde Künstler-Szene, von der Hemingway's Bar bis zum Coffeeshop Last Temptation. "So hip it hurts" steht über einer Boutique: So schick, dass es schon weh tut.
Oder der Distillery Historic District, die alte Schnapsfabrik: Er war auch Kulisse für den Musical-Film Chicago. Wem das nicht reicht, der kann in die Luft gehen: Toronto ist stolz, mit dem CN Tower (= Canadian National) das höchste frei stehende Gebäude der Welt zu haben, 553 Meter hoch. In 447 Meter Höhe kann man seine Schwindelfreiheit testen - auf einem Glasboden, durch den man zur Erde sieht.
Bei Schlechtwetter kann man abtauchen: In den Path - ein Shopping-Tunnelsystem von dreißig Kilometer Länge. Dort kann man stundenlang bummeln - oder im Labyrinth verloren gehen, wenn man beim Shoppen nicht aufpasst.
Niagarafälle und Weingüter: Vom Toronto-Sightseeing ist es in Kanadas Provinz Ontario nur ein Katzensprung: Eineinhalb Autobus-Stunden vom Zentrum Torontos entfernt befinden sich die Niagrafälle, die touristisch am intensivsten genutzten Wasserfälle der Welt. Sie sind noch immer Anziehungspunkt für Frischvermählte - aber auch für viele Touristen. Sehr zu empfehlen ist eine Bootsfahrt mit der legendären Maid of the Mist direkt zu den Katarakten. Sehr hübsch ist das 15 Kilometer entfernt gelegene Städtchen Niagara-on-the-Lake.
Ebenso zu empfehlen im Umland Torontos: Ein Ausflug in das Niagara Peninsula Wine Country. Im milden Klima vom nahen Ontario-See bauen Weinbauern seit dreißig Jahren Wein. Federführend ist der Auslands-Österreicher Karl Kaiser auf dem Weingut Inniskillin.
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