Der Herr der Ringe als Reiseziel
Durch den Regenwald auf den Gletscher: In Neuseeland ist fast alles möglich
"Gottes eigenes Land" - Godzone - nannten die britischen Eroberer die zwei Inseln am scheinbaren Rand der Welt, die sie gerade entdeckt hatten, vollkommen überwältigt von deren Schönheit. Was die sonst so unterkühlten Briten zu der überschwänglichen Äußerung verleitete, ist heute besser bekannt als Neuseeland und Jahr für Jahr teilen zahlreiche Besucher die Begeisterung von damals.
Alle erdenklichen Landschaftsformen finden sich hier, am Ende der Welt, vereint - die Vielseitigkeit des Landes lässt jeden auf seine Kosten kommen. So besticht etwa die Nordinsel durch den endlosen Regenwald, Vulkane und die Metropole Auckland; auf der Südinsel faszinieren das Zusammenspiel von Fjorden, Sandstränden und Gletschern, die so ein einmaliges Landschaftsbild formen.
Das Funsport-Mekka Queenstown, dessen Umgebung wohl besser als Mittelerde bekannt ist, wurden doch hier große Teile der Lord of the Rings-Triologie gedreht, lockt mit Bungeejumping und Rafting Erlebnishungrige an. Eher kurios dagegen ein kilometerlanger Zaun, der von reisenden Damen mit, offensichtlich überflüssig gewordenen, Büstenhaltern verschönert wurde und dadurch so manchem ein Schmunzeln abringt. Neuseelands einzigartiges Ökosystem zu bewahren, führt zu relativ unüblichen Maßnahmen: So werden etwa die deklarierungspflichtigen(!) Wanderschuhe von netten Zollbeamten mit zahnbürstenartigem Utensil gerne gründlich gesäubert. Zu groß ist die Angst vor fremden Keimen - und kein anderes Land hat vermutlich Touristen mit so sauberen Schuhen.
Gewöhnlich ist in Neuseeland eben so gut wie nichts, aber nicht nur die außergewöhnliche Naturschönheit, sondern auch die Freundlichkeit der Kiwis, wie sich die Neuseeländer nach ihrem flügellosen Wappentier selbst nennen, machen den einzigartigen Charakter des Landes aus.
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