Leben in Großbritannien | michaels reisetagebuch

Das Leben in Großbritannien für EU-Bürger

article: Als EU-Bürger oder deutscher Staatsangehöriger kann man die Freizügigkeit des EU-Gebietes nutzen und es ist somit recht problemlos, in Großbritannien zu arbeiten und zu leben.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Für die Einreise in das britische Königreich reicht ein Personalausweis für EU-Bürger vollkommen aus, welche man jederzeit egal aus welchem Grund tätigen kann.
Ebenso benötigen die EU-Einreisenden kein Visum, keine Aufenthaltserlaubnis und keine Arbeitserlaubnis.
Sollte der Aufenthalt aber über 6 Monate ununterbrochen andauern, muss der Eingereiste eine Arbeit oder einen gesicherten Unterhalt für das Leben in Großbritannien vorweisen. Somit ist sein Aufenthalt unbegrenzt möglich. Danach kann er eine offizielle Arbeitsgenehmigung erlangen, die aber nicht zwingend notwendig ist.
Desweiteren sind EU-Führerscheine unbefristet gültig. Sollte jedoch der EU-Bürger keinen EU-Führerschein besitzen, kann er 12 Monate lange seinen Heimatland –Führerschein benutzen. Danach sollte er diesen in einen EU-Führerschein umtauschen.
Die Ummeldung des Fahrzeuges vom EU-Bürger muss nach 6 Monaten der Einreise geschehen.

Sozialversicherungen und Steuern

In Großbritannien zu wohnen und auch zu arbeiten, bedeutet dieselben Steuersätze und Abgaben zu leisten wie ein britischer Staatsbürger.
Die britische Sozialversicherung ist dem deutschen Grundmodell sehr ähnlich. Sie beinhaltet genauso eine Renten- und Arbeitslosigkeitsversicherung, die Absicherung gegen Arbeitsunfälle, Invalidität, Mutterschaft, Berufskrankheiten und Witwenanwartschaften.
Nicht nur Arbeitsnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Versicherungsbeiträge sondern auch die Selbstständigen.
Direkt vom Lohn werden die Arbeitsnehmerbeiträge abgezogen.
Auch erhält jeder Versicherte eine Sozialversicherungsnummer, die bei jedem regionalen Sozialversicherungsbüro beantragt werden muss.

In Großbritannien wird das Gesundheitssystem durch Steuern finanziert, so dass es keine Krankenversicherung und Krankenkassenbeiträge gibt und jeder Patient bei Medikamenten oder zahnärztlichen Behandelungen hohe Selbstbeteiligungen tragen muss.

Jeder der in Großbritannien ansässig ist oder Einkünfte erzielt, muss Einkommenssteuer entrichten direkt an die Steuerbehörde.
Es gibt aber ein Steuerabkommen mit Deutschland, dass besagt, dass dasselbe Einkommen nicht in beiden Ländern versteuert wird.
Nähere Informationen erhält man dazu beim britischen Finanzamt.

Jobsuche

Dem Arbeitssuchenden wird eine große Auswahl von Anlaufstellen –zum Beispiel britische Arbeitsvermittlungen, Jobzentren, Onlinestellenbörsen- für die Jobsuche geboten.
Hierbei spielen jedoch berufsbezogene Qualifikationen und super Englischkenntnisse eine große Rolle. Die Bewerbungen können kurz und knapp formuliert sein.

Wohnung

Da die Wohnungssuche in Großbritannien nicht ganz einfach ist, sollte sich der Einreisende vor seiner Ankunft nach Wohnungen kümmern.
Zu beachten ist auch, dass die Stromspannung bei 240 Volt / 50 Hz beträgt und man für Elektrogeräte einen 3-zinkigen Adapterstecker oder einen Stromkonverter benötigt.

Die Lebenshaltungskosten liegen im Durchschnitt über denen in Deutschland, da unter anderem die Mehrwertsteuer in Großbritannien höher ist. London zählt zu der teuersten Stadt in der EU und zu den fünf teuersten Städten in der Welt.

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