House Sharing in Irland | michaels reisetagebuch

Mit Fremden zusammenleben
Neue Freunde finden oder: Probleme ohne Ende?

Grundsätzlich gibt es da Vor- und Nachteile. Das kommt aber auch immer auf die beteiligten Personen an. Man kann Freunde für´ s Leben finden, aber es kann auch ganz grauenhaft werden. Irland ist ein wunderschönes Land und dort das Haus mit einer anderen Familie teilen kann natürlich ein unnachahmliches Erlebnis werden. Man wird bei keiner anderen Reiseform so nah an Land und Leute geführt. Im ständigen Kontakt mit den Einheimischen deren ganzen Gewohnheiten und Bräuche kennenlernen, das hat schon etwas für sich. Aber die Intimität jedes Einzelnen kann dadurch auch ziemlich eingeschränkt werden. Etwa dann, wenn man kein großes Haus hat, sondern räumlich eher eng aufeinander hockt oder wenn Gastgeber und Gast/ Gäste sich nicht so gut leiden können. Es liegt in der Natur des Einzelnen, wie er damit klar kommt. Man sollte sich nicht dafür entscheiden, wenn Kompromissbereitschaft nicht schon vorher zu einer ausgesprochenen Tugend gehört. Da sind dann Konflikte vorprogrammiert. Wenn man sich aber gerne auf andere Menschen einlässt und dementsprechend neugierig auf alles Landestypische ist, dann kann das sehr bereichernd sein. Und wenn man dann noch Menschen findet, die gut zu einem selbst passen, dann hat man das große Los gezogen und vielleicht wirklich neue Freunde gefunden.
Viele Studenten bevorzugen diese Art von Zusammenleben ja schon alleine aus Kostengründen. Der Vorteil liegt da auf der Hand und die Möglichkeit, die Sprache nebenbei noch fließend zu lernen, optimaler geht es ja nicht.
Aber auch für alle anderen, die diese Reiseform bevorzugen, sind die Kosten oft ein wichtiger Faktor. Da Irland nun auch nicht so günstig ist, sollte man diese Möglichkeit auch in die Planung mit einbeziehen. Und wenn es wirklich schwierig werden sollte, dann hat man immer die Möglichkeit, die Reise abzubrechen. Niemand wird einem das verbieten. Aber grundsätzlich werden solche Reiseformen schon eher von offenen Menschen bevorzugt.