Irische Sagen | michaels reisetagebuch

“Connla und das Feen-Mädchen”

Connla der Rothaarige war der Sohn von Conn dem Sieger, welcher siegreich in zahllosen Schlachten war. Connla begleitete eines Tages seinen Vater auf die Höhe von Usna und sah dort ein seltsames Mädchen. Dieses Mädchen war eine Fee und nur der Connla allein war in der Lage sie sehen zu können. Die Fee sprach zu Connla und erzählte ihm von einer Welt des Lebens, wo es weder Tod noch Elend gibt und jeder immer glücklich ist. Connla hörte die ganze Zeit zu und antwortete ihr sogar. Der König verstand nicht mit wem sein Sohn redetete, konnte aber ebenfalls eine Stimme wahrnehmen. Conn rufte seinen Druiden zu Hilfe, und der Druide sprach seine Zaubersprüche genau an der Stelle aus, wo die Stimme zu hören war. Bevor der Zauberspruch des Druiden wirkte, warf die Fee einen Apfel zu Connla. Auf ein Mal war die Stimme verschwunden und niemand, nicht einmal Connla konnte die sanfte Stimme der Fee mehr hören. Am letzten Tag des Monats, stand Connla wieder an der Seite seines Vaters und diesmal auf der Ebene von Arcomin. Dieses Mal sprach die junge Fee zum König und der König rief wieder seinen Druiden herbei. Währenddessen sagte die Fee, dass die Macht der Druiden nicht ehrenvoll ist und nur böses mit sich bringt. Als die Fee sich Connla nährte, sagte der Sohn des Königs wie angetan er von ihr ist. Die Fee verführte den jungen Connla und lud ihn ein zusammen mit ihr an ein friedliches Ort zu gehen, wo nur Mädchen und Frauen wohnen. Connla, der Rothaarige stimmte zu und sprang in ein glänzendes, brausendes und gerade aus gleitendes Kristallkanu. Kurz darauf verschwand das Kristallkanu über dem hellen Meer hinweg zur untergehenden Sonne und sowohl Connla als auch die Fee verschwanden für immer.

“Wie Ronan seinen Sohn ermorden ließ “

Ronan war ein berühmter König von Leister. Seine Frau Ethne gebar ihm einen wunderbaren Knaben, Mael-Fothartig, beliebt bei allem Frauenvolk. Als Ethne starb blieb König Ronan lange Zeit unvermählt. Sein Sohn wuchs heran und machte seinem Vater den Vorschlag, sich eine neue Frau zu wählen. König Ronan warb daraufhin um die Tochter König Eochids. Sein Sohn riet ihm, sich besser eine andere zu wählen, diese sei zu jung an Jahren. Doch König Ronan reiste nach Norden, und nach einer gemeinsam verbrachten Nacht, kehrte er mit der Tochter König Eochids zurück. Die nun fand bald Gefallen an ihrem wohlgestalten Stiefsohn und versuchte, ihn mithilfe einer Dienerin, zu ihrem Liebhaber zu machen. Als Mael-Fothartig die Absichten der Königin gewahr wurde, verließ er das Königreich. Auf Drängen seines Vaters, kehrte er schließlich auf das Schloß zurück, wo ihn sogleich wieder die Nachstellungen der Königin erwarteten. Er wollte seinen Vater nicht entehren und wies sie wiederum zurück. Daraufhin verläumdete diese mit Erfolg den Sohn. König Ronan befahl, seinen Sohn Mael-Fothartig zu töten. Vom Speer durchbohrt schwört dieser vor seinem Tod seine Unschuld. Sein Vater schenkt dem Sterbenden Glauben, und läßt die Familie seiner Frau ermorden. Diese nimmt sich selbst mit ihrem Dolch das Leben.

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