Arbeiten in Irland | michaels reisetagebuch

Irland zog in den vergangenen Quartalen höhere Touristenzahlen an als in den Jahren zuvor. Alte Burgen, Küsten und bekannte irische Städte werden wieder bereist. Zahlreiche Touristen wagen danach den Schritt, nach Irland auszuwandern. Welche Chancen sich dabei anbieten, verrät diese Zusammenfassung.

Der irische Arbeitsmarkt
Die Lage auf dem irischen Arbeitsmarkt klingt für hiesige Verhältnisse verlockend. Obwohl die Insel einst zu den Krisenstaaten gezählt wurde, wächst die Wirtschaft bei leicht rückläufigen Arbeitslosenzahlen. Besonders junge Arbeiter sind von der Arbeitslosigkeit betroffen, die Zahlen schwanken jedoch saisonal. Wer ausgelernt ist, Erfahrungen aus der Pharmaindustrie, EDV oder der Chemie mitbringt, hat jedoch gute Chancen auf eine Anstellung. EDV-Mitarbeiter können durchschnittlich zwischen 2.000€ und 4.500€ brutto verdienen, Ingenieure cirka 500€ bis 1.000€ mehr. Die Spielräume für Manager sind nach oben hin offen, während ungelernte Helfer immerhin noch durchschnittlich 1.300€ bis 1.700€ brutto erhalten.

Weitere Besonderheiten der Insel
Vorsicht gilt dennoch in Anbetracht des irischen Wohnungsmarktes. Wer kein Glück hat und sich nicht bereits aus Deutschland eine Unterkunft organisiert, dürfte von den wenigen Mietwohnungen auf der Insel überrascht sein. Rund 80 bis 90 % aller Wohnungen befinden sich nämlich im Besitz der Einwohner. Zudem sollte nicht mit Weihnachtsgeld gerechnet werden, daher sollte das Bewerbungsgespräch auch wegen des Gehaltes gut vorbereitet sein. Man kann somit in zahlreichen Berufen auch als Quereinsteiger unterkommen, sollte aber die hohen Lebenshaltungskosten mit einkalkulieren. Lebensmittel, Mieten, der Theaterbesuch oder die KFZ-Steuer sind noch teurer als in Deutschland. Die Aussichten des irischen Arbeitsmarktes sind momentan vielversprechend, eine Auswanderung sollte andererseits nicht ohne ausreichende Rücklagen erfolgen.

http://www.michaels-reisetagebuch.com/eire/callcent.html

gegenfrage.com/irland-170000-euro-bankschulden-pro-nase/