Polen in Irland
Die weniger positiven Folgen der EU-ErweiterungMit der umstrittenen EU-Erweiterung im Mai 2004 änderte sich auch für Irland vieles. Millionen Osteuropäer (vorwiegend aus Polen, Litauen und der Slowakei) machten sich unmittelbar nach der Grenzöffnung auf nach Irland, Großbritannien und Schweden. Diese drei Länder haben sich gegen Beschränkungen für arbeitssuchende »Neu-EU-Bürger« entschieden.
Bettina aus Cork City: Warum haben die meisten polnischen Jungs diesen Sträflingshaarschnitt? Ist das der momentane polnische Military Look, der "in" ist? Laufen die in Polen alle so 'rum?
Werner aus Macroom: Ich war neulich mal am Lough Allua morgens um zehn zum Angeln. Mitten in der Woche bei schönstem Wetter. Plötzlich kamen zwei Motorboote aus dem Nichts mit jeweils drei Leuten an Bord (Sprache: polnisch). Die haben dort hundert Meter lange Netze ausgelegt und fischten so die zahlreichen Hechte ab.
Steven aus Galway: Es gibt nichts was es nicht gibt: Ein irischer Landlord hat einen großen Teich mit eigenen Enten an einer Durchgangsstraße. Nach und nach fehlten immer mehr Enten. Schließlich wurden zwei Polen erwischt die mit Angelhaken (mit Brot daran) die ganzen Enten gefangen haben.
Thorsten aus Bulgarien: Hallo Leute! Ich habe bis vor einem halben Jahr noch in Dublin gewohnt und hatte auch ständig Ärger mit bzw. wegen den Polen. Es kam sehr häufig vor, dass Iren mich komisch ansahen oder auch unfreundlich zu mir waren. Als Grund dafür hat mal ein Ire zu mir gesagt: "Junge schau doch mal in den Spiegel. Du bist groß, blond, blauäugig und du hast kurze Haare." Bis dahin war mir das alles noch gar nicht so bewusst. Doch als ich dann mal darauf geachtet habe ist mir aufgefallen, dass, immer wenn es irgendwo auf der Strasse, in den Pubs, im Bus oder sonst wo Ärger gab, immer mindestens ein Pole damit zutun hatte. Ich sehe das Problem ebenso wie viele andere. Es kann nicht sein, das Russlanddeutsche sich in alle Welt verbreiten mit der Begründung: Mein Opa war Deutscher und ich habe das Recht hier zu sein und darf mich so benehmen.
Momentan lebe ich in Bulgarien und ich kann es mit der Kriminalität nur bestätigen. Der Durchschnittslohn beträgt hier ca. 250 € im Monat, wie kann es aber dann sein, dass ich als Gutverdiener hier mit dem Bus fahren muss und viele viele Autos die ich hier sehe, deutsche Luxusklasse-Wagen sind? Wie kann sich also ein "ehrlicher Bulgare" so ein Auto leisten, wenn man hier doch nur so wenig verdient?
Melanie aus Limerick: Ich habe große Angst, dass die zunehmende Kriminalität der Osteuropäer am Ende auf uns Ausländer allgemein zurückfällt.
Dirk aus Dublin: Das sind genau die Gründe, warum viele Menschen diese EU-Erweiterung nicht wollten. Es erfolgt kein gesunder Austausch wie in der alten EU: Millionen Osteuropäer kommen zwar nach Westeuropa; aber kaum jemand aus Westeuropa geht nach Polen oder Tschechien. Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Wir werden uns noch alle wundern. Spätestens 2007, wenn die Bulgaren und Rumänen kommen.
Seamus aus Derry (Nordirland): In England ist es schon so schlimm, dass die Verantwortlichen daran denken, den Zuzug von Osteuropäern zu stoppen. Die haben ganz ähnliche Probleme.
Richard aus Lisdonvarna: Mir ist es schon passiert, dass ich in einem Pub (dem Roadside Pub in Lisdonvarna) bei einer polnischen Bedienung Fish'n'Chips bestellt habe und was bringt die mir: Seafood Chowder! Naja, ich hab's trotzdem gegessen!
Anne aus Dublin: Ich habe echt wenig Verständnis. Man kann doch nicht in ein anderes Land gehen und sich dann so benehmen. Es ärgert mich total, wie die Polen die liebenswerte Gastfreundschaft der Iren zutiefst mißbrauchen. Sie tun sich, was die Akzeptanz angeht, damit sicher keinen Gefallen, aber ich glaube, das ist denen egal. Was ist daran falsch, wenn man, egal wo man lebt und arbeitet, sich mit Höflichkeit, Respekt und Anstand begegnet, wenn man die Kultur und Gesetzte seines Gastlandes achtet...
Inge aus Swords: Meinen polnischen Nachbarn habe ich zweimal ein "How are you?" entboten und zweimal nichtmal ein gemüffeltes "Hi" zurückbekommen. Ein drittes mal mach' ich das dann auch nicht mehr. Solche Sachen prägen eben (m)ein Bild! Selbst die Spanier und Asiaten hier sind freundlicher drauf! Deswegen sind uns die polnischen Ausländer fremd. Und die Iren werden es irgendwann sicher auch noch merken!
Nico aus Limerick: Sitze im Bett, lese, Rechner läuft wegen Downloads und hab' das Radio an - RTE1. Fängt doch da plötzlich eine Zbigniewa an, mitten im Werbeblock irgendwas auf polnisch zu verkünden!
Stefan aus Cork City: Mein Mitbewohner arbeitet bei Dell. Dort keimt der Rassismus langsam auf. Grund? Polen stellen dort die Mehrheit der Beschäftigten und Trainigsmaterial gibt es jetzt in englisch und auch polnisch. Spanier haben sich beschwert, dass sie ihr Trainingsmaterial auch in spanisch haben wollen, Franzosen verlangen ihres in französisch und Italiener ihres in italienisch. Bekommen sie aber nicht. Pech gehabt. Müssen sie halt beim englischen bleiben oder polnisch lernen. Was die Leute dort aufregt, ist, dass die Polen sich nicht einmal die Mühe machen müssen, englisch zu lernen. Dies mussten die Franzosen, Spanier und Italiener doch auch, um bei Dell arbeiten zu können. Diese Ungleichbehandlung regt die Leute auf. Die Polen dort bei Dell sind nicht einmal fähig einfachste englische Konversationen zu führen. Keine andere Gruppe hier in Irland klebt so zusammen wie die Polen. Es gibt keinen spanischen Pub, keinen deutschen Delikatessenladen, keine italienischen Supermarktdurchsagen und keine Anschläge in Geschäften auf französisch. Bei den Polen gibt es nicht die geringste Spur von Integration! Die Polen sind willig für unter Mindestlohn zu arbeiten und das versaut die Preise. Arbeitgeber reiben sich natürlich die Hände! Sowas erzeugt Rassismus. Ein Pole sagte am Freitag zu meinem Mitbewohner, dass in der Stadt die Leute gegen ausländische Arbeitnehmer demonstrieren. Er antwortet darauf, dass sie nicht gegen ausländische Arbeitnehmer demonstrieren, sondern, dass Du für 20 Cent arbeitest und denen damit die Jobs wegnimmst.
Paul K.: Moinsen. Ich bin gerade auf deine Homepage gestossen und sehe es genauso wie du. Dass mit den Polen in Irland ist echt ein Riesenproblem. Es kotzt mich so an, dass die Iren nun automatsch davon ausgehen, dass ich Pole bin, nur weil ich weiss bin und kein Ire bin. Mein Nachname ist natuerlich auch keine Unterstützung. Vor zwei Wochen habe ich bei Godfathers eine Pizza bestellt und die Dame am Telefon war natürlich Polin. Sie hatte meine Adresse nicht verstanden und bat dann einen Kollegen (auch Pole) meine Adresse zu erfragen. Wenn ich frühs zur Arbeit fahre und auf den Bus warte, immer dasselbe Bild. Erst fahren drei Polen mit dem Fahrad an mir vorbei und wenn ich in den Bus steige sind auch nur Polen im Bus. Eventuell mal ein Ire. Wenn ich mal in den Urlaub nach Deutschland fliege (Berlin) und mit der irischen Airline Ryanair fliege, werde ich seit einiger Zeit auch nur noch von polnischen Flugbegleitern bedient. Bei der irischen Fluggesellschaft Aerlingus ist es zum Glück noch nicht so weit, aber die Sicherheitsansage kommt auch schon in Deutsch, Englisch und Polnisch. Bei einem Flug von Dublin nach Berlin. Na ja, ich warte nur darauf, dass ich auf die F**** bekomme, weil man denkt, ich bin Pole. Gruss Paule
Christos aus Posen: Hallo ich komme ursprünglich aus Griechenland und lebe seit Januar 2005 in Polen. Ich möchte zu diesem Thema auch etwas sagen. Und zwar: Meine Lebensgefährtin ist Polin, mit der ich ein gemeinsames Kind habe. Ich arbeite derzeit am Flughafen und möchte so schnell wie möglich meinen Job aufgeben. Der Grund ist deutlich: Ich habe einige junge Mitarbeiter beobachtet, die mit dem rechten gestrecktem Arm Hitler gegrüsst haben. Da habe ich in den
Rassismus gespürt. Oder habe von einem jungen Mitarbeiter mit rasierter Glatze gehört, der zu mir sagte Polska dla Polakow (Polen für die Polen). Das ist wirklich beschämend so etwas zu hören. Meiner Meinung nach ist Polen ein rassistisches und intolerantes Land. Als ich meine Lebensgefährtin zu diesem Thema ansprach, gab sie mir keinen Kommentar
und wirkte etwas allergisch. Ich habe über 20 Jahre in Deutschland gelebt und nie so etwas persönlich erlebt. Vor zwei Monaten war ich in Dublin, um den Arbeitsmarkt zu checken, wie es dort mit Arbeit aussieht. Was mir aufgefallen ist als ich in Irland war und im Flughafen auf meinen Koffer wartete, sah ich vor meinen Augen nur Polen die sich die ganze Zeit auf
polnisch unterhielten. Am nächsten Tag wollte ich ein paar Bewerbungen mit Lebenslauf auf Englisch in Hotels abgeben. Und erhielt von den Hotels entweder keine Anwtwort oder sie stellten polnische Billig-Mitarbeiter ein. Ich habe wirklich viele Länder bereist. Aber so ein Land wie Polen noch nie gesehen. Sogar die EM 2012 ist gefährdet. Ich hoffe das dieser Zirkus und dieser Alptraum Polen irgendwann ein Ende hat.
Helga aus Midleton: Samtstagabend meinte ein Taxifahrer, dass es langsam überhand nimmt, und die Jungs (nicht spezifisch Polen, sondern alles aus Osteuropa) extrem gewaltbereit seien, und zur Not auch über Leichen gehen. Wenn man so hört, was hier so abgeht, wundert mich es gar nicht, dass die Bevölkerung langsam Angst bekommt! Es gibt natürlich immer solche und solche - aber ich persönlich finde es auch erschreckend, dass man auf der Straße und in vielen Läden fast nur noch polnisch, russisch und slowakisch hört - nur kein Englisch mehr.
Andreas aus Donegal: Die Wohnungsanzeigen in den Zeitungen sind oft nur noch in polnischer Sprache.
Kurt aus Dublin: Stand letztes in der Zeitung: Nach einer Schätzung der Botschaft ihres Landes sind derzeit 1.500 Polen in Irland als obdachlos registriert und nehmen die Dienstleistungen irischer Obdachloseneinrichtungen in Anspruch. Dies sei eine große Last für die Hilfsorganisationen, so der polnische Botschafter in Dublin, Witold Sobkow, und er sehe die Gefahr, dass die Gastfreundschaft der Iren gegenüber den Polen überstrapaziert wird. Daher suche man mit dem irischen Sozialministerium nach Möglichkeiten, das Problem anzugehen, zum anderen erwäge die polnische Regierung einen Hilfsfond einzurichten.
Sinéad aus Cork City: There's a Polish mini-supermarket on Old County Road in Crumlin. I can't understand the name but it's probably 'Polish Centra'. There's a Polish newspaper already. I think it's circulation is about 40,000+. They've their own parish priest and have taken over Halston St church near Smithfield. There's a polish shop on Dorset Street as well as Capel Street. I also think there's a Polish bank on North King Street - I'm not really sure, it's all in Polish, but it looks like it could plausibly be a bank.
Simone aus Ulm: Ich habe diesen Bericht durch puren Zufall entdeckt. Mit Irland habe ich leider auch nichts zu tun, aber ich möchte trotzdem etwas zum Thema sagen, weil es mir so aus der Seele spricht: Ich bin alleinerziehende Mutter in Ulm. Innerhalb von etwa acht Jahren sind in unser Mietshaus im Norden der Stadt zahlreiche Rußlanddeutsche eingezogen und die bisherigen Mieter -so weit sie es sich haben leisten können- ausgezogen. Auch ich mußte mit meinen drei Kindern ausziehen. Von morgens bis abends lungerten aggressive Rußlanddeutsche vor dem Haus und speziell vor dem Haupteingang. Glaubt mir: Nicht nur meine Kinder hatten Angst. Vor wenigen Woche wurde auf dem Land (in Buch, Kreis Neu-Ulm) ein Volksfest von gewaltbereiten Rußlanddeutschen überfallen. Wie ich hörte: Nicht zum ersten Mal. Manche Gemeinden überlegen sogar schon, diese Feste künftig ausfallen zu lassen.
Jo: Du kannst mir doch nicht erzählen, dass jeder, der dorthin auswandert oder arbeitet, ein Krimineller ist, der die Einheimischen auf der Strasse dumm anmacht, in die Häuser einbricht und den Einheimischen Arbeit wegnimmt! Ich kenne persönlich viele Menschen, die dorthin aus Polen ausgewandert sind. Zum Teil sind das ganze Familien, die sich ihr Leben legal und ehrlich aufgebaut haben. Wenn Du sehen möchtest wie sich die Deutschen in Spanien oder sonstwo niederlassen, schau Dir mal Reportagen auf Vox oder Kabel1 an. Kaum Sprachkenntisse, bleiben unter sich, von Integration keine Spur.
Gerhard aus Hamburg: Heute berichtet die Presse, dass polnische Menschenhändler Prostituierten die nicht gewollten Kinder abnimmt und in die Schweiz und nach Holland verkauft. Die machen aus allem Geld und haben offenbar nicht die geringsten moralischen Skrupel.
René aus IRL-Limerick: Hallo, ich habe soeben deinen Bericht im Internet gefunden. Deine Aussagen treffen zu 100% zu. Als ich vor ca. drei Monaten nach Irland kam, war ich sehr überrascht wie viele Polen hier leben. Ich würde durch die Freundin meines Vaters (sie ist Polin) vorgewarnt, dass sehr viele Polen in Irland leben. Ich habe mit einigen Polen gerechnet aber nicht mit dieser Anzahl! Ich habe nichts gegen Polen aber ich finde es schade, dass die Polen ihr eigenes Süppchen kochen. Man sollte sich schon den Gepflogenheiten in dem jeweiligen Land anpassen. Ich gehe gern in Pubs und quatsche mit Iren. Ich finde auch, dass die Iren mit den Deutschen gut zurecht kommen. Aber Polen trifft man in den Pubs NIE! Das Verhältnis von den Iren zu Polen sehe ich ebenso wie das Verhältnis Deutsche gegenüber den Türken. Man akzeptiert diese Leute in "seinem" Land, aber keiner will so richtig was mit denen zutun haben. Cheers, René from Limerick City
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