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Antje Klugmann lebt bereits seit einem Jahr in Cork City/Irland (dieses Interview wurde im November 2005 geführt). Sie hat also schon einen erheblichen Erfahrungsschatz, den sie an dieser Stelle freundlicherweise mit uns teilt:
Antje: In Cork City bin ich am 15. November 2004 angekommen.
Antje: Nichts, die Firma bezahlte für die ersten zwei Wochen die Unterkunft (allerdings auf Option). Verlässt man die Firma früher als ausgemacht, wird es im nachhinein mit dem letzten Gehalt verrechnet.
Antje: Bei der Firma RCI, einem Callcentre, das in der Reisebranche tätig ist. Hier bin ich seit neun Monaten beschäftigt.
Antje: Die Firma hat uns bei der Einweisung am ersten Tag alle wichtigen Tipps gegeben, so das alle Behördengänge ohne große Komplikationen abgelaufen sind.
Antje: Es gab genügend Hilfestellungen seitens der Firma und den Kollegen.
Antje: Ich habe in Norddeutschland an einem Kurs "Arbeiten & Leben in Irland" teilgenommen, der über das Arbeitsamt ausgeschrieben war und einen Englischkurs beinhaltete. Von dort aus habe ich mich bei verschiedenen Agenturen (Recriutment Agencies) in Irland beworben.
Antje: Ich arbeite im Schichtsystem, je nach dem Volumen der
Anrufe aber nie länger als 19 Uhr - auch an Samstagen.
Antje: Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt ins englischsprachige Ausland zu gehen, um meine berufliche Situation zu verbessern. Das es gerade Irland war, hing auch mit den geringen Englischkenntnissen zusammen, die ich seinerzeit hatte.
Antje: Ich bin in neun Monaten drei mal umgezogen. Die Miete ist abhängig davon, mit wievielen Leuten man ein Haus oder Appartment teilt. Im Schnitt sind es zwischen 250 und 500 Euro. Ein Appartment allein ist selten unter 500 Euro zu bekommen und meistens nicht grösser wie eine Kaninchenbox. Es ist durchweg schwierig, ordentliche Mitbewohner zu erwischen.
Antje: Es gibt viele Probleme im Zusammenleben mit anderen Kulturen (z. B. das unterschiedliche Alter und die unterschiedlichen Bedürfnisse). Am schwierigsten, denke ich, haben es die etwas Älteren unter uns, die ihr Hippieleben längst hinter sich haben. Man hat kaum Privatsphäre und oft ist es so, das viele Leute ihre Kaution nicht mehr zurückbekommen, die sie an den Vorvermieter bezahlt haben.
Antje: Auslandserfahrungen sind in jedem Falle positiv und machen sich immer gut im Lebenslauf, wenn man nach Deutschland zurück geht. Für Studenten ist es längst nicht mehr ungewöhnlich ins Ausland zu gehen - und ich finde es schön, dass es diese Möglichkeit jetzt auch für Nichtstudenten gibt. Antje: Alle sind im Kaufrausch und haben sich der schnelllebigen amerikanischen Kultur (Party, Drugs & Highlife) angepasst. Antje: Cork ist eine Kleinstadt und daher überschaubar. Die umliegenden Ecken rundum Cork bieten jede Menge an Entdeckungen, schönen Stränden und vielem mehr. Schlußwort: Antje, vielen herzlichen Dank für das Gespräch. Ich wünsche dir noch eine gute und erfolgreiche Zeit in Irland!
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