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Jochen Mania (Jahrgang 1977) aus Berlin zog im August 2004 nach Cork/Irland, um hier zu leben und zu arbeiten. Seine ersten Eindrücke hinterfragt Michael in einem aktuellen Interview. Wichtig für alle, die einen ähnlichen Schritt vorhaben:
Jochen: Am Sonntag, 8. August 2004 bin ich um 17:30 Uhr auf dem Flughafen von Cork eingetroffen. Jochen: Weil mein neuer Arbeitgeber in Cork alles bezahlt hat. Jochen: Der einfache Flug von Berlin nach Cork, Übergepäck, Taxifahrten und maximal 12 Übernachtungen im »Quality Hotel« in Cork. Jochen: Gleich am nächsten Tag, am Montag. Beginn war um 8:00 Uhr im Callcentre der Firma »RCI«. Jochen: Über die internationale Arbeitsvermittlung »Eures«. Ich hatte meinen Lebenslauf dorthin geschickt. Nur eine Woche später bekam ich eine E-Mail von einer »Job Agency« aus Irland. Habe mich dann noch einmal offiziell beworben und schliesslich ein 90-minütiges Telefoninterview mit einer Mitarbeiterin der »RCI«-Personalabteilung in englischer Sprache geführt. Danach wurde ich informiert, dass ich den Job zunächst einmal nicht bekomme, weil »RCI« nur eine von zwei angeforderten Referenzen vorlag. Allerdings bekam ich dann schon bald die Zusage, am 9. August starten zu können. Der Beginn hängt auch immer mit dem Beginn der Schulung zusammen, wo einem alles notwendige für den Job beigebracht wird. Jochen: Irland hat mich wegen der Landschaft interessiert, die mich an die Natur Neuseelands erinnert. Und Cork? Die meisten arbeiten in Dublin, mich hat aber der Südosten Irlands mehr interessiert.
Jochen: Nein. Von »RCI« wurde ich zunächst im »Quality Hotel« in der City untergebracht. Mein Arbeitgeber hat mir zwölf Übernachtungen gezahlt. Jochen: Während der vierwöchigen Schulung von 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr; danach beginnen die Schichten zwischen 8:00 und 10:30 Uhr. Alle paar Wochen arbeite ich auch samstags, dafür ist dann ein anderer Tag arbeitsfrei. Es gibt zwei 15-minütige Pausen und eine 45-minütige Mittagspause.
Jochen: Ein Einwohnermeldeamt gibt es nicht. Das Bankkonto bei der »Bank of Ireland« wurde mir von meinem Arbeitgeber eingerichtet. Die notwendige PPS-Nummer beantragte ich beim »Social Welfare Office« in der City. Mein Arbeitgeber hat dorthin eine Taxifahrt organisiert. Die Nummer wurde mir nach einer Woche schriftlich mitgeteilt. Das war alles. Was die Wohnungs- bzw. Zimmersuche betrifft: Man kann sich gut auf der Webseite von daft.ie informieren, von den Kollegen wird man über mögliche freie Zimmer auf dem laufenden gehalten. Bei »RCI« gibt es verschiedene »schwarze Bretter« mit zahlreichen Wohnungs- und Zimmerangeboten. Ferner habe ich mich im Intranet meiner Firma informiert. Jochen: Die Kollegen, die schon länger in Cork sind. Speziell am ersten Arbeitstag gab es zahlreiche Informationen seitens meines Arbeitgebers. Aber trotzdem sind noch viele Fragen offen.
Jochen: Ich habe mir die Menschen mehr als »Kleinstädter« vorgestellt, freundlicher und offener, die Stadt habe ich mir stressfreier vorgestellt, nicht so viel Verkehr, nicht so viele Staus. Ich habe nie und nimmer so viele Nicht-Iren hier erwartet, an jeder Strassenecke hört man eine andere Sprache (italienisch, französich, spanisch, finnisch...). Das Englisch ist ganz anders, als man es erwartet; alle scheinen im Kaufrausch zu sein; Party, Drugs and Rock'n'Roll. Aber im Grossen und Ganzen sind meine ersten Eindrücke durchaus positiv. Das Wetter könnte vielleicht etwas besser sein. Es gibt noch viel zu erleben und zu entdecken. Jochen: Ich vermisse natürlich meine Frau, die noch in Berlin ist. Allerdings sind die gegenseitigen Besuche schon durchgeplant und hoffentlich auch ihr Umzug nach Irland. Außerdem vermisse ich meine beiden Katzen, die ich jeden Abend am Telefon habe; Freunde und Familie weniger. Heimweh habe ich noch gar nicht. Jochen: Es kommt sicherlich darauf an, wie diejenigen in Deutschland eingebunden sind. - Grundsätzlich würde ich es empfehlen. Die Jobauswahl ist grösser. Es ist, meiner Meinung nach wesentlich einfacher, vor Ort, also hier in Irland, Dinge wie Wohnungs- oder Jobsuche zu organisieren als von Deutschland aus. Schlußwort: Jochen, vielen herzlichen Dank für das Gespräch. Ich wünsche dir, dass alles so verläuft, wie du es dir vorstellst. Aktueller Nachtrag: Jochen arbeitet auch Anfang 2007 noch bei »RCI«. Mittlerweile ist er Teamleader und hat seine Frau nachgeholt, die auch bei »RCI« beschäftigt ist.
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