Michaels Reisetagebuch: Leben und Arbeiten in Irland - Wohnen in Dublin wird immer teurer

Wohnen in Dublin wird immer teurer


Die anhaltend gute Konjunktur in der Republik Irland facht die Nachfrage nach Wohnimmobilien vor allem in der Hauptstadt Dublin immer stärker an. Die Folge sind steigende Preise. Diese haben sich von 1995 bis 2004 verdreifacht. Im vergangenen Jahr stiegen die Preise für neue Häuser im Vergleich zum Vorjahr um rund 13 Prozent. Für ältere Immobilien mussten 16 Prozent mehr bezahlt werden, wie die Immbilienpreisstatistik der Regierung ausweist. Überdurchschnittlich stark ist inzwischen die Nachfrage nach Häusern in der Preisklasse von über 700.000 Euro. Der Durchschnittspreis für alle Immobilienkäufe in Dublin lag im vergangenen Jahr bei 291.646 Euro für neue Häuser und bei 355.451 Euro für ältere Objekte.

Bemerkenswert ist dabei, dass nicht nur die Preise für beide Kategorien stark anziehen, sondern dass zugleich auch die Zahl der Kauffälle kräftig gestiegen ist. 2003 belief sich der Zuwachs hier auf immerhin 35 Prozent. Von Immobilienmaklern in Dublin wird die starke Nachfrage nach Wohnhäusern neben der guten Konjunktur vor allem mit den durch den Euro bedingten niedrigen Hypothekenzinsen und der starken Zuwanderung von gutbezahlten Führungskräften aus dem Ausland erklärt.

Ausserdem wollen immer mehr Iren in den eigenen vier Wänden wohnen. Von 1961 bis zum Jahre 2002 ist die Quote der Bevölkerung, die in der eigenen Immobilie leben, von seinerzeit 60 auf inzwischen etwas mehr als 80 Prozent gestiegen. Besonders lebhaft ist gegenwärtig die Nachfrage in Dublins stadtnahnen Bezirken. Um den Bedarf an Wohnimmobilien einigermassen befriedigen zu können, entstehen in verschiedenen Stadtteilen neue grosse Wohnviertel, so zum Beispiel in den früheren Dubliner Docklands, wo 11.000 neue Wohneinheiten und Büros errichtet werden.

Immobilienkäufe in Dublin verteuern sich beträchtlich durch die Grunderwerbsteuer. Diese steigt von null Prozent für Wohnobjekte unter 127.000 Euro auf bis zu neun Prozent für Häuser oder Wohnungen, die mehr als 635.000 Euro kosten. Die Notariatskosten machen in der Regel ein Prozent des Transaktionswertes plus 21 Prozent Mehrwertsteuer aus.

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