Eigenarten und Auffälligkeiten in Irland
Jedes Land und seine Einwohner haben ganz bestimmte Eigenschaften und Auffälligkeiten, über die man schmunzeln muss und über die man redet. Hier habe ich eine kleine Liste von Eigenheiten zusammengetragen. Diese Liste wird laufend erweitert. Hast du bei deinem Besuch in Irland auch gewisse Ticks der Iren festgestellt?
Schreibe mir doch einfach eine Mail an
michaels.reisetagebuch@gmail.com
und dann nehme ich deine Beobachtung in diese Liste auf.
Nicht nur am Wochenende holen sich die Iren gegenseitig in den Pub oder in den Nightclub ab. Die Autos halten dann vor den Häusern, ausgestiegen und an der Tür geklopft wird nicht. Stattdessen wird lautstark gehupt - egal, wie spät es ist.
Ziemlich traurig: Besonders in den Grossstädten spielen sich am Freitag- und Samstagabend erstaunliche Szenen vor und in den Pubs, Bars und Nachtclubs ab. Es wird häufig bis zum Umfallen getrunken (siehe Foto 1. Reihe - links). Lest zu diesem Thema die folgende Reportage:
Reportage: »Binge Drinking« - Saufen bis zum Umfallen
Einen medizinischen Notfall (Herzinfarkt, Schlaganfall, Autounfall etc.) sollte man tunlichst nicht in den Nächten des Wochenendes haben. Freitags und samstags spielen sich in den Notfallabteilungen der Krankenhäuser unbeschreibliche Dramen ab, weil dann die -oft bewusstlosen- Alkohol-Leichen eingeliefert werden.
- Die Iren scheinen zu viel Geld zu haben! Überall auf der Strasse kann man Münzen finden; meistens 1-, 2- oder 5-Cent-Stücke, die einfach weggeworfen werden. Aber auch höherwertige Münzen kann man auf den Strassen finden. Also: Augen auf!
Wenn die Iren an einer Kirche vorbei gehen, wird sich sofort bekreuzigt. Besonders auffällig im Bus: Man mag keine Kirche sehen, aber daran, dass sich der halbe Bus bekreuzigt, weiss man automatisch, dass man gerade an einer Kirche oder mindestens an einer Madonnen-Statue vorbeigefahren sein muss.
Am 1. Weihnachtsfeiertag ist in Irland alles geschlossen! Wirklich: alles! Es fährt kein Zug, kein Bus und es fliegt kein Flugzeug. Kinos, Tankstellen, Supermärkte, Restaurants, Cafe's McDonalds - alles geschlossen. Ja, sogar die Pubs haben nicht geöffnet.
Silvesterknallereien am letzten Tag des Jahres sind weitgehend unbekannt.
Die Iren sind ziemlich höflich und entschuldigen sich häufig. Auf der anderen Seite wird das berühmte »4-Letter-Word« f**k pausenlos und in manchen Sätzen bis zu zehnmal benutzt.
Benimm-Experte Knigge würde sich im Grabe umdrehen: Wenn die Iren erkältet sind -und das sind sie bei dem miesen Wetter und den überall auf Vollpower laufenden Klimaanlagen ständig- ziehen Frauen und Männer gleichermassen ihren Rotz lautstark hoch. Noch schlimmer geht es beim Essen zu: Beim Genuss von triefend dicken Hamburgern wird sich nach der Mahlzeit jeder Finger einzeln tief in den Mund gesteckt und lautstark abgeschleckt. Servietten oder Taschentücher scheinen vollkommen unbekannt zu sein.
Im Kino ist es oft erstaunlich unruhig. Viele Besucher kommen erst nach 15 Minuten in die Vorstellung, gehen dafür aber auch wieder 15 Minuten vor Ende des Films. Zwischendurch wird immer wieder aufgestanden und sich Nachschub an Süssigkeiten geholt. Was die Besucher letztendlich vom Film mitbekommen haben, ist nicht übermittelt.
Wenn man sich als Fremder in einer irischen Stadt mal verlaufen sollte, ist es empfehlenswert, wenn man wenigstens die örtlichen Pubs kennt. Die Iren beschreiben dir nämlich den Weg so: »Am Pub x biegst du rechts ab, gehst bist zum Pub y, dort links weiterlaufen bis zum Pub z...
Die Hunde gehen in Irland selber »Gassi«. Wenn doch mal ein Herrchen oder Frauchen mitgeht, haben diese meist eine lange, hölzerne Latte dabei, die der Erziehung des Hundes dient. Kurios: Schmutzige Hunde werden gern in die »Waschstraße für Hunde«, Dog Wash gebracht.
Eiskratzer sind in Irland unbekannt. Wenn die Autos im Winter eingefroren sind, wird der Wasserkessel in der Küche angestellt und die Scheiben des Fahrzeugs mit kochend heissem Wasser übergossen.
Topmode in Irland sind Trainingshosen - egal, wie viele Streifen. Hauptsache: Trainingshose! Was in England die Leggings sind, sind hier die streifigen Sporthosen, die aber eher selten zum Sporttreiben angezogen werden. Modefarbe Nummer 1 ist hier übrigens »schweinchen-rosa«. Und Frottee-Hosen werden mit Vorliebe getragen! Gern auch mal eine Wolldecke (siehe Fotos). Die Männer tragen auch im fortgeschrittenen Alter gern Fussball-Trikots.
Irische Teen-Girls und ihre Handtaschen! Kein einziger Schritt wird ohne Handtasche gemacht! Bei jedem Toilettengang wird das Täschchen mitgenommen - oft nur so gross wie eine Familienpackung Kondome. Im Nachtclub tanzen oft nur die Frauen. Die Handtaschen werden in die Mitte der Tanzfläche platziert, symbolisieren offenbar das Feuer. Wie Indianer wird dann um die Handtaschenberge herum getanzt. Die Boys sitzen derweil an der Bar, halten sich am 15. Pint Bier fest und beobachten mit Argusaugen, dass sich niemand an ihre Flamme heran macht.
Es würde sich in Irland niemals jemand aufregen, wenn er auch noch nachts um 11 Uhr angerufen wird! Das ist bei denen einfach ganz normal! In Deutschland undenkbar! (Dieses ist Julia Brinkmann aus der Uckermark aufgefallen).
Das Leitungswasser in Irland schmeckt total chemisch und verchlort. Die meisten Einwohner geben das sogar zu. Trotz allem scheint es hier das Nummer Eins-Getränk zu sein (okay vom Guinness und Tee mal abgesehen)! Die Iren
trinken ihr Leitungswasser gerne gemixt mit Fruchtsirup während sie sprudeliges Wasser aus der Flasche total abstoßend finden. (Dieses ist Anne Schumacher aus Brandenburg aufgefallen).
Der Ostereiertrend existiert nicht. Zu Ostern schenkt man sich gegenseitig Schokoladeneier im Riesenformat und wenn man davon erzählt, dass in Deutschland
echte Eier gefärbt und verschenkt werden; diese im Garten versteckt und gesucht werden, wird man nur dumm angeguckt und schlimmstenfalls sogar ausgelacht. (Auch dieses ist Anne Schumacher aus Brandenburg aufgefallen).
Stürmisch ist es in Irland oft. Trotzdem spannt bei Regen und und Sturm jeder seinen Regenschirm auf. Der hält höchstens fünf Minuten durch. Nach einem Sturmtief ist die gesamte Stadt mit zerfetzten Regenschirmen gepflastert.
Was auch schnell auffällt: In den Städten sieht man erstaunlich viele junge Menschen, eher wenig ältere.
Ob das vielleicht an den extrem hohen Bordsteinkanten liegt? Diese sind häufig so hoch, dass man oft auf die Strasse »springen« muss. Rollstuhlfahrer sollten sich daher zweimal überlegen, ob sie eine Stadtbesichtigung in Irland anstreben.
Was aus der Ferne wie ein Hockeyspiel aussehen mag, ist in Wahrheit das ur-irische Traditionsspiel »Hurling«. Zahlreiche Informationen zu diesem populären Sport gibt es hier:
Reportage: Hurling - Hintergründe und Spielregeln
Von Murphy's Law habt ihr doch bestimmt schon gehört, oder? Aber wisst ihr auch was genau dahinter steckt? Schaut mal hier nach.
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