Michaels Reisetagebuch - Michael Schubert berichtet über seine menschenverachtenden Erfahrungen als Deutscher in Österreich



Inhalt:
I. Ankunft in Graz
II. Erste Schikanen der Grazer Behörden
III. Drohende Eskalation
IV. Erschreckende Erlebnisse in der 'Sigmund Freund'-Klinik
V. Wer ist der dicke Mann?
VI. Neuer Suizidversuch
VII. Vertuschung und Abstrafung
VIII. Richtung Winter
IX. Mangelndes Vertrauen
X. Krankheiten und Schmerzen (diese Seite ist aufgerufen)

Bilder meiner Wohnung
Schauerliches aus der österreichischen Presse
Stimmen der Leser     Gästebuch     Häufig gestellte Fragen
E-Mails an Politiker, Medien & Hilfsorganisationen

Kein Witz: Die Anti-Folter-Kommission des Europarates besucht überraschend und unangemeldet die Grazer 'Sigmund Freud'-Klinik. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine Folterkommission! Besucht eine Klinik(!), in der kranke und hilflose Menschen behandelt werden. Dahin kommt die Folterkommission mit Experten aus verschiedenen Ländern! - Nachdem die Grazer Staatsanwaltschaft meine Anzeige binnen weniger Stunden eingestellt hat und mir jegliche Verfahrens- bzw. Prozesskostenhilfe verweigert hat, damit ich mich juristisch bloß nicht wehren kann, wittert Dr. Peter Schwarzl die Chance, seine Hände in Unschuld zu waschen, indem er bzw. die KAGes mich vor Gericht bringen will. Über 1.000 Tage wusste er von meinem Bericht und hat sich nicht gerührt, hoffend, dass der Fall keine Aufmerksamkeit erfährt. Erst als er davon erfuhr, dass die Staatsanwaltschaft den Fall einstellte, kroch er aus seinem Loch. Aber er sollte eine schallende Ohrfeige bekommen! - Was sich Schwarzl und die KAGes an Widersprüchen und Fehlern leisten, ist schier unfassbar. In diesem Kapitel stehen die Einzelheiten. - Es vergeht kaum ein Tag in den Medien ohne Skandale, Vertuschungen und Korruption bei der Justiz. - Im April warnt ausländerfeindliche Propaganda: "Zuwanderung kann tödlich sein!" - mitfinanziert vom österreichischen Staat!


3 1/4 Jahre nach der Misshandlung in der Klinik und 2 1/2 Jahre nach der Veröffentlichung im Internet erhielt ich am 26. Februar 2009 einen Brief vom Oberlandesgericht Graz. Die KAGes, die alles getan hat, den Fall zu vertuschen und mir zu schaden, will, dass ich wegen Rufschädigung vor Gericht komme. Ich soll mich binnen sieben Tagen zu den Vorwürfen äußern. In dem Brief wird deutlich, dass die KAGes wohl schon vorher versucht hat, mich vor Gericht zu bringen - doch das wurde abgewiesen:

Sicherlich nicht, um mir etwas Gutes zu tun, sondern um von den vielen Fehlern von Staatsanwaltschaft und Gericht abzulenken, die mir jede Art von Verfahrenshilfe und Rechtsberatung verweigert haben und ich mich aufgrund fehlender juristischer Kenntnisse nicht habe wehren können.

Begründet wird die Fortführung des Verfahrens damit, dass ich gegen Bedienstete der 'Sigmund Freud'-Klinik "wissentlich falsche Vorwürfe" erhoben soll. Es gibt Sätze, die man nie schreiben darf. Und das ist ein solcher!

Noch einmal: Staatsanwalt(!) Johannes Winklhofer schreibt mir am 25. August 2008, dass ich als "Opfer" anzusehen bin. Er verweist mich sogar an die Opferschutzorganisation "Weißer Ring". Richterin(!) Elisabeth Radl betont ebenfalls, dass ich als "Opfer" anzusehen sei. Wie passen diese schriftlichen Äußerungen mit dem unverschämten Vorworf der KAGes, ich erhebe "wissentlich falsche Vorwürfe", zusammen?

Dr. Schwarzl ist mein Bericht seit Oktober 2006 bekannt; er hat sich nie gerührt, immer nur inständig gehofft, der Fall würde kein Aufsehen erregen. Dann folgte meine Anzeige; das Verfahren wurde sofort eingestellt - und jetzt - im Jahr 2009!- kommt er aus seinem Loch und sieht die Chance, sich in einem unschuldigen Licht darzustellen und das Ruder zu drehen. Ekelhaft!

Obwohl auch den Direktion der 'Sigmund Freud'-Klinik dieser Erfahrungsbericht seit Herbst 2006 bekannt ist, haben sie nie reagiert. Die Direktoren Danziger, Lenhardt und Haas haben mir einmal geschrieben - am 22. März 2007: In einem Brief, der im wesentlichen nur aus Bla-Bla besteht, befindet sich kein einziger Hinweis, dass ich meine Vorwürfe gegen Schwarzl & Co zurücknehmen soll. Warum nicht? Warum wurde ich dazu auch von keiner einzigen Person im Dezember 2006 aufgefordert (auch nicht von Primar Dr. Bernhard Grössl), als ich nach meinem Suizidversuch erneut in dieser Klinik landete? Warum erst im Februar 2009?

Jeder Leser möge sich bitte folgendes Szenario vorstellen: Ihm/ihr wird der Vorwurf gemacht, er/sie misshandele andere Menschen. Und nichts davon entspricht der Wahrheit. Alles Lüge! Und diese Lüge wird auch noch mit Namen und Foto weltweit im Internet veröffentlicht! Würde man da nicht sofort und unverzüglich juristisch aktiv werden? Nicht so Dr. Peter Schwarzl - der wartet über 1.000 Tage(!!!) und denkt, er könne sich jetzt, nachdem mir der Gang vor Gericht verwehrt wurde, als Unschuldslamm hinstellen. - Niemals(!) werde ich, nachdem was mir hier angetan wurde, vor ein österreichisches Gericht treten. Meine Stellungnahme an das Oberlandesgericht Graz vom 27. Februar 2009 und eine erste Leserreaktion von Markus aus Bad Säckingen.

Am 23. April 2009 erreichte mich der Gerichtsbeschluss des Oberlandesgerichts Graz (Aktenzeichen: 9 Bs 60/09 f). Dem Antrag der KAGes mich wegen Verleumdung (§ 297) und 'wissentlicher Falschaussage' zu verklagen, wurde nicht stattgegeben. Gegen diese Entscheidung ist der Einspruch nicht zulässig. Eine schallende Ohrfeige für Dr. Peter Schwarzl & Co.

Allerdings wimmelte auch dieses achtseitige Schreiben nur so von Fehlern und Widersprüchen. Nur ein Beispiel: Das Bezirksgericht Graz stellte 2005 fest, mein Zustand wäre nach dem Suizidversuch "kaum beeinträchtigt" gewesen; angeblich hätte ich sogar Angaben(!) machen können. Das Oberlandesgericht Graz spricht hingegen von der Wahrheit: Tiefschlaf! Bitte hier und hier klicken. Würde ich die Vokabel "tiefer Schlaf" ins Griechische übersetzen wollen, käme dabei das Wort "Koma" heraus. - Die Lügerei dieses Arztes bzw. der KAGes ist schier unerträglich: Mal sind es fünf Tabletten (17. Oktober 2007), die ich genommen haben will; mal sind es neunzehn (25. November 2005). Erstaunlich: Die Dosis hat sich demnach im Laufe von zwei Jahren reduziert! Was kommt noch alles?

* * *

Vermutlich zu spät -der Fall ist bekanntlich eingestellt- erreichte mich diese juristische Aufklärung eines vermutlich aus Österreich stammenden Lesers meiner Seiten. Dieser meldete sich einen Tag später noch einmal und machte anhand von Gesetzestexten deutlich, dass ich in Graz immer wieder hinters Licht geführt wurde und dass mir auch beim Frieren in meiner Wohnung schweres Unrecht angetan wurde. Bitte hier und hier lesen.

Am 4. März 2009 erreichte mich ein Schreiben des Bundeskanzleramtes aus Wien. Adressiert war es an meine Bekannte, die das Amt Ende Februar 2009 angeschrieben hat. Der Leiter des Bürgerservice, Franz Putz, hat das Anliegen an Gesundheitslandesrat Helmut Hirt (SPÖ) weitergeleitet, der seit 2006 wiederholt über meine Misshandlung informiert wurde und es nicht ein einziges Mal für nötig gehalten hat, sich bei mir zu melden. Dass sich Hirt für die Gesundheit der Menschen herzlich wenig interessiert, zeigt auch das nebenstehende Transparent, das auf einer Demonstration gezeigt wurde. Zum Schreiben bitte hier klicken. Bis heute gab es keine Reaktion! Als ich beim Bundeskanzleramt aufgrund der ausstehenden Antwort aus dem Büro Hirt nochmals nachfragte, schrieb Ludwig Follner am 22. Mai 2009 diesen Brief. Selbstverständlich gibt es keinen systematischen Rassismus in Österreich - Amnesty International hat zwar eben erst anhand zahlreicher dieses diesen angeprangert, aber es wird eben versucht, einen für dumm zu verkaufen. Wie nachdrücklich Rassismus und Ausländerfeindlichkeit in Österreich bekämpft werden, sieht ja man hervorragend an meinem Fall.

Nur einen Tag später erschien dieser Bericht in der Presse. Die Anti-Folter-Kommission(!) des Europarates (European Committee For the Prevention of Torture) untersuchte unangemeldet die 'Sigmund Freud'-Klinik. Das folgende Schreiben richtete ich am 7. März 2009 an die Kommission, die aber auch nicht zu helfen gewillt ist, wie das Schreiben von Michael Naurauter beweist. Die geschädigten Opfer bleiben völlig allein.

Mein Schreiben an die Grazer Staatsanwaltschaft vom 18. März 2009 entstand mit Hilfe des anonymen Rechtsexperten und einer Medizinerin aus Deutschland: Ich kann nur empfehlen, diese Briefe zu lesen. Es wimmelt in den Aussagen von KAGes und Dr. Schwarzl nur so von Widersprüchen: Bitte hier klicken. Ein Nachtrag erfolgte am 6. April 2009; ein weiterer Nachtrag am 27. April 2009.

Mit Hilfe dieser Experten erstellte ich am 2. Mai 2009 eine Klageschrift gegen das im November 2005 verantwortliche Personal in der 'Sigmund-Freud'-Klinik, die der Misshandlung tatenlos beiwohnten.

Wenig später erhielt ich einen formlosen Schrieb der Grazer Staatsanwaltschaft, wonach mir Johannes Winklhofer lapidar mitteilte, dass mein Antrag auf Einleitung eines Strafverfahrens abgewiesen wurde. Es gab nicht einmal eine Begründung zu den zahlreichen Widersprüchen, die ich aufgelistet habe. Weil sie dagegen keine Argumente haben, wird einfach nicht darauf geantwortet. Dieses Land schützt Kriminelle! Mit einem Rechtsstaat hat das absolut nichts zu tun.

Im Prinzip ist damit alles, was man über Österreich sagt, bestätigt worden:
- Ärzte haben völlige Narrenfreiheit und brauchen keine Strafe zu fürchten;
- Ausländer haben gegen Österreicher im Fall einer Klage keine Chance;
- Psychiatrie-Patienten (auch wenn man dort nur wegen Depressionen war) werden wie Menschen 3. Klasse behandelt;
- Wenn man eine Psychiatrie kritisiert bzw. sich gegen schwere Mißstände wehrt, wird die Paranoia-Waffe ins Spiel gebracht;
- Ohne Anwalt wird man wie der letzte Dreck behandelt;
- Österreich erweckt den Eindruck, dass man ein Rechtsstaat sei und jeder Verfahrenshilfe beantragen könne, wenn es der Notfall erfordert; diese wird aber trotz zahlreicher Beweise und Indizien einfach nicht gewährt;
- Der Vorwurf von 'Amnesty International', in Österreich gebe es bei Polizei und Justiz "institutionellen Rassismus", hat sich in meinem Fall bestätigt: Fälle werden so verdreht bis das Opfer als Täter dasteht. Oder das Opfer wird in ein diffuses Licht gerückt (z.B. durch abenteuerliche Diagnosen, die man nicht nachprüfen kann);
- Ich bin in meinem detaillierten Bericht zu 100 % bei der Wahrheit geblieben; gewonnen haben die Lügner. Trauriges Fazit: Die Wahrheit lohnt sich nicht.

Was aber das Allerschlimmste mit diesem Fehlurteil der Grazer Justiz ist: Statt die Bevölkerung vor Schaden zu schützen, sorgt sie dafür, dass dieser Arzt und dieses Pflegepersonal auch weiterhin absolut hilflose Menschen betreuen dürfen. Hier müssten sämtliche Alarmsirenen klingen! Was besonders verwerflich ist, dass die Ausländer täglich als kriminelle Sündenböcke hingestellt werden, um von der Kriminalität der eigenen Landsleute abzulenken. Ich habe seit meiner Ankunft in Österreich keinen einzigen kriminellen Nicht-Österreicher getroffen; es waren nur die Einheimischen!

Die Grazer Staatsanwaltschaft hat sich eindeutig der Begünstigung bzw. des Missbrauchs der Amtsgewalt (siehe oben) schuldig gemacht - aber es kümmert niemanden. Eine entsprechende Klage richtete ich am 7. Juli 2009 an die Oberstaatsanwaltschaft. Die Antwort kam am 11. August 2009 von der Korruptionsstaatsanwaltschaft aus Wien (zuständig: Eberhard Pieber). Wie nicht anders erwartet, wurde keine einzige meiner Fragen beantwortet, keine Begründung geliefert; der Fall mit dem Gummiparagraphen der Narrenfreiheit (§ 190), der jedes Verbrechen zu vertuschen hilft, eingestellt. Es bestehe kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung der Beschuldigten. Fast zeitgleich titelte die 'Presse': Verschont die österreichische Justiz die Mächtigen? Ein unabhängiger Rechtsschutz-Beauftragter wird gefordert, der die Staatsanwälte kontrollieren soll. Offenbar besteht allerhöchster Handlungsbedarf. Wie war das noch mit den schwarzen Vögeln? Eine Krähe hackt ...

Jahrhundertverbrecher Josef Fritzl, der mit seiner Frau und seiner Tochter sieben Kinder zeugte und diese ein Vierteljahrundert einkerkerte, hatte nicht nur einen, sondern zwei Anwälte zur Verfügung - einer davon ein Staranwalt, obwohl Fritzl als bankrott gilt. Mir hat man einen Rechtsbeistand konsequent verweigert, um mich gegen meine Misshandlung zu wehren.

Ich gebe nicht auf, bleibe hartnäckig am Ball, kämpfe -auch dank zahlreicher Helfer, die mich mittlerweile (oft stundenlang am Tag) unterstützen- um mein Recht, mache immer aufs Neue auf meine Misshandlung aufmerksam! Will einfach meine Schnauze nicht halten! Für die Täter muss das unerträglich sein. Und genau das hat Folgen: Meine Vermieter teilten mir am 11. Mai 2009 mit, dass mich die Polizei (Reinhard Farkas, Tel.: 059133/6586-118) sprechen wolle. Offenbar geht es um eine Anklage der Gegenseite wegen übler Nachrede o.ä., zu der ich ohne Rechtsanwalt nicht gehen werde. Allein die Tatsache, dass die Polizei, die ja laut Medien chronisch unterbesetzt ist und Verbrechen nur noch mit Mühe aufklären kann, in so einer Angelegenheit persönlich vorbei kommt, macht stutzig. Leser Volker D. aus Essen vermutet auch hier Schikane - damit ich Probleme mit meinen Vermietern bekommen soll. Eine Vorladung wäre wesentlich üblicher gewesen. Somit bestätigt sich mein Eindruck, den nicht nur ich in Österreich so erlebe: Entweder wird das Opfer einer Straftat solange drangsaliert und am Ende als Täter hingestellt und zu einer Strafe verurteilt oder gewartet, bis es sich aufgrund der Schikane selbst tötet und die Täter mit reiner Weste da stehen - und endlich Ruhe haben.

Hinter der Klage verbergen sich die Anwälte der KAGes, Gass/Sutter, die mich jetzt vor Gericht bringen wollen, weil ich ihre Namen auf dieser Seite genannt habe und ihre Moral, einen solchen Fall anzunehmen und sich dafür auch noch bezahlen zu lassen, in Frage gestellt habe. Das genügte! Deshalb(!) kam die Polizei. Auch das Landesgericht Graz wurde sofort(!) aktiv. Die Moral zu hinterfragen ist schließlich ein wesentlich schlimmeres Verbrechen als die Misshandlung in einer Klinik. Da muss der Rechtsstaat sofort eingreifen! Jetzt soll ich eine hohe Geldstrafe zahlen und vor Gericht zitiert werden. Eine Retourkutsche für die eingestellten Ermittlungen?

Dabei erscheint vollkommen rätselhaft, was die Anwälte mit einer Klage eigentlich erreichen wollen. Soll ich zu einer Geldstrafe verurteilt werden? Von was? Von meinem unterhalb der Armutsgrenze liegenden Gehalt? Wollen sie meinen für € 85 aus zweiter Hand erworbenen Fernseher pfänden? Soll ich als unbescholtener Bürger in meinem desolaten Gesundheitszustand gar ins Gefängnis geworfen werden - weil ich mich gegen schwere Mißstände gewehrt habe? Kann ich mir auch nicht vorstellen, weil sie dann gewiß die Aufmerksamkeit hätten, die sie keinesfalls wollen. Möchte man mich 'vorbestraft' sehen, dass ich meinen Job verliere, wieder öffentliche Gelder beantragen muss? Die entscheidende Frage bleibt: Wird deshalb die unter fast 50 Domain-Namen verbreitete Webseite verschwinden?

Was für die Anwälte eine schlechte Nachricht ist, war für mich eine positive. Warum darf ich darüber nicht berichten? Warum darf ich nicht meine Meinung äußern und Hilfe für solche Unmenschen in Frage stellen bzw. kritisieren? Endet nicht das Briefgeheimnis beim Empfänger? Im Fall Fritzl wurde der Anwalt des 'Jahrhundertverbrechers' auch massiv attackiert. Überall rief seine Bereitschaft, Fritzl zu verteidigen -im Hinblick auf die leidenden Opfer- Unverständnis hervor - und überall wurde der Name des Anwalts genannt und mit Foto veröffentlicht.

Es geht einzig darum, mich als Täter zu präsentieren, egal aus welchen Gründen. Ich soll endlich Ruhe geben! Wie auch immer. Die völlig ungewöhnliche Schnelligkeit in einem ansonsten sehr langsamen und bürokratischen Land ist sicher auch kein Zufall: Man will diesen Prozess bevor über meinen Schadensersatz geurteilt wird (die Klage läuft ja parallel). Es geht den Anwälten auch gar nicht ums Geld - es geht einzig darum, dass ich bestraft werden soll, dass man einen Grund hat, keinen Schadensersatz zahlen zu müssen und um die Täter meiner Misshandlung um jeden Preis zu schützen.

Das öffentliche Entsetzen über das, was hier seit Jahren geschieht, nimmt deutlich zu. Die Leserzuschriften häufen sich. Man empfahl mir, mich an die Menschenrechtskommission in Genf zu wenden, was ich auch tat.

Ich habe den Rechtsanwälten Gass/Sutter gegenüber am 18. Mai 2009 sofort mein Bedauern geäußert und die betreffende Passage sofort entfernt. Dem Gericht schrieb ich diesen Brief. Doch wie erwartet soll es zu einer Art von Schauprozess kommen - und wie erwartet, ganz, ganz schnell. Nur zehn Tage später(!) erhielt ich bereits die Vorladung. Daraufhin habe ich mich entschieden, den Namen dieser Anwälte wieder zu veröffentlichen. Es geht einzig darum, gedemütigt zu werden, mich als ausländischen Kriminellen hinzustellen, um damit gleichzeitig die Misshandler zu schützen und denen einen positiven Leumund auszustellen. Der folgende Ausschnitt ist der Webseite von asyl-in-not.org entnommen und beschreibt genau die Situation, die ich eben beschrieben habe - Österreichische Staatsbürger bekommen Recht, notfalls auch, wenn sie kriminell sind:

Aufgrund meines desolaten Gesundheitszustandes und der Tatsache, dass ich mich seit Wochen im Krankenstand befinde, habe ich für die Verhandlung am 26. Juni 2009 eine Vertagung beantragt. Dem Antrag wurde statt gegeben. Ein neuer Termin wird benannt sobald sich ein Sachverständiger mit meinem Gesundheitszustand beschäftigt hat. Der unabhängige(!) Gutachter ist übrigens Dr. Manfred Walzl - und der ist Arzt in der Klinik, in der ich misshandelt wurde! Er schlug bei der telefonischen Terminvereinbarung vor, wir könnten ja die Untersuchung direkt in der 'Sigmund Freud'-Klinik durchführen. Ich war völlig sprachlos. Richter Christoph Lichtenberg, der lt. Beschluß von meiner Misshandlung Kenntnis hat, bestellt als Sachverständigen einen Arzt aus der Klinik, in der ich stundenlang mit Gewalt und dem Tod bedroht und als 'dreckige deutsche Sau' bezeichnet wurde. Richter Lichtenberg fordert Walzl sogar ausdrücklich auf, die Krankenakte der 'Sigmund-Freud'-Klinik (deren Einsicht mir bis heute verweigert wurde) für sein unabhängiges(!) Gutachten zu nutzen. Die Befunde seriöser Ärzte werden nicht erwähnt. Es sollen unbedingt die Befunde aus der Klinik meiner Misshandlung sein. Dr. Walzl wird von dieser Klinik bezahlt(!) und soll eine neutrale Untersuchung durchführen? Eine einzige Verhöhnung des Opfers und ungeheuerliche Provokation zugleich, was allerdings den Lesern dieses Berichts hilft zu erkennen, wie in Österreich unbescholtene Ausländer in Grund und Boden drangsaliert werden. Noch schlimmer: Zwei Wochen später erhielt ich die Liste mit den Namen der zwölf in Graz tätigen Gutachter. Nur einer davon ist in der 'Sigmund Freud'-Klinik tätig - und genau der wurde für mich ausgewählt: Dr. Walzl - Erst vor kurzer Zeit war es Richter Erwin Schwentner, der in der 'Sigmund Freud'-Klinik und bei der 'Steiermärkischen Wohnplattform', wo einer der Täter wohnt, Nebentätigkeiten ausübt und zu 100 % gegen mich und trotz aller Widersprüche für die Täter geurteilt hat - und nun das!

Immer noch nicht genug: Jetzt soll ich die "Leistungen" des Dr. Walzl bezahlen. € 76,10 für was? Mit anderen Worten: Ich müsste nach meiner Verurteilung (was ohnehin ausgemachte Sache ist) einen Arzt, der rein gar nichts getan hat, der gegen meinen Willen bestellt wurde und auch noch aus der Klinik stammt, in der ich misshandelt und mein Leben zerstört wurde, bezahlen!

Psychiatrische Gutachter können einerseits dafür sorgen, dass Schwerstverbrecher nicht bestraft werden; Unschuldige hingegen weg gesperrt werden. Dass NS-Verbrecher bis zum heutigen Tag von der österreichischen Justiz verschont werden, ist kein Geheimnis mehr. Aber es sind nicht selten die Gutachten sogenannter Sachverständiger, die dafür sorgen, dass grauenhafte Straftäter ein entspanntes Leben in Österreich führen können. NS-Täter Heinrich Gross durfte erneut in den Dienst der Stadt Wien treten und arbeitete in der Folge in der Nervenheilanstalt Rosenhügel. Gross setzte seine Forschungen an den teilweise aus der NS-Zeit stammenden Kinderhirnen fort; hierfür wurde er mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet. Gutachter Reinhard Haller stellte im Jahr 2000 eine angebliche Demenzerkrankung fest - nach der Vertagung der Verhandlung, die nie wieder aufgenommen wurde, gab Gross Interviews in einem Kaffeehaus. Reinhard Haller sorgte auch bei NS-Verbrecher mit einem Gutachten dafür, dass Milivoj Ašner unbestraft blieb.
Im Juni 1992 hat der Regisseur und ORF-Moderator Helmut Frodl aus purer Geldgier den Filmproduzenten Fritz Köberl in einer Badewanne erschossen und dessen Leiche dann mit einer elektrischen Gartenschere in 17 Teile zerstückelt. Wegen der langen und geschickten Planung sowie der kaltblütigen Ausführung der Tat ging dieses Verbrechen in die Kriminalgeschichte ein. Gerichtspsychiater Reinhard Haller sah das etwas anders und hat Frodl ein positives Gutachten erstellt, was für seine vorzeitige Freilassung sorgte.

Obwohl es per Gesetz verboten, findet man auf dem Grazer Zentralfriedhof dieses Hakenkreuz. Die Familie weigert sich hartnäckig, das Symbol, dass für Abermillionen bestialisch Ermordeter steht, zu entfernen. Zu stolz ist man auf die 'Leistungen' des Toten. Die Grazer Justiz ist auf dem rechten Auge blind - sie hat ja kranke Opfer von Straftaten und Ausländer, die sie terrorisieren kann.

Mitte Mai steht im 'Standard' ein Bericht, wie sich der österreichische Staat an seinen Bürgern revanchiert (rächt?), die ihm nicht passen, die sich einmischen, die auf Mißstände aufmerksam machen. Das erträgt man hier nicht.

Wie sehr die Justiz Opfer schikaniert zeigt das Beispiel des Grazer Landesgericht für ZRS, wo ich eine Schadensersatzklage eingereicht habe. Mein Antrag auf Verfahrenshilfe wird nur dann bearbeitet, wenn ich -und jetzt aufgepasst- eine ladungsfähige Anschrift der Beklagten mitteile. Die Tatsache, dass diese Personen in der 'Sigmund-Freud'-Klinik arbeiten und die Adresse dort mühelos festzustellen wäre, spielt keine Rolle. Man will, dass ich als Opfer Schwarzls zu ihm gehe und ihn um seine Adresse bitte, damit ich ihn verklagen kann. Ein Anwalt, der das für mich übernehmen könnte, wurde mir verweigert. Man will, dass ich als Opfer persönlich Kontakt mit den Tätern aufnehme! Perverser geht es nicht mehr. Noch anschaulicher: Eine Frau wird stundenlang gequält, brutal vergewaltigt, erleidet ein schweres Trauma, dass ihr Leben zerstört, und darf dann Kontakt mit dem Täter aufnehmen, um ihn ganz lieb nach seiner Adresse zu fragen? Tut sie das nicht, was nachvollziehbar wäre, wird der Fall vom Gericht nicht weiter bearbeitet! Wozu gibt es das Melderegister, auf das die Justiz Zugriff hat? Und was ist mit der Staatsanwaltschaft, die doch die Ermittlungen durchgeführt hat? Kann man dort nicht die Adresse erfragen? Oder wurde gar nicht ermittelt? Nach monatelanger Wartezeit teilte mir das Gericht am 10. Juli 2009 mit, man fühle sich nicht zuständig. Der Fall werde an das Bezirksgericht Graz Ost überwiesen. Zum Vergleich: Nachdem ich gegen die Täter Anzeige erstattet hatte, stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen nach nur zwei Tagen ein.

Egal, von welcher Seite man es auch betrachtet: Es gibt nicht das allergeringste Anzeichen dafür, dass die Grazer Justiz irgendein Interesse hat, derartige Mißstände aufzuklären bzw. im Interesse hilfloser Patienten zu beheben! Es deutet auch vieles darauf hin, dass es gar keine Ermittlungen gab; sonst würde man nicht vom Opfer die Adressen der Täter fordern, sondern die Kollegen(!) bei der Staatsanwaltschaft darum bitten.

Unterdessen verweigerte die Deutsche Botschaft (Kirsten Ahlers) erneut jede Unterstützung obwohl das auf der offiziellen Webseite steht.

Angesichts meiner immer unerträglicher werdenden Schmerzen und Beschwerden schrieb ich am 25. Mai 2009 den folgenden Brief an das Bundespräsidialamt sowie diese Mail an die Deutsche Botschaft in Wien und diese an das Auswärtige Amt in Berlin. Eine ganz einfach zu beantwortende Frage! Eine ganz einfach zu beantwortende Frage!

Keine Überraschung: Diese einfache Frage wird von Kirsten Ahlers nicht beantwortet. Weder in dieser Mail noch in einer vorherigen. Statt 'Ja' oder 'Nein' zu antworten schreibt sie das.

* * *

April 2009: Unvorstellbarer Fall von Rassismus - mitfinanziert vom österreichischen Staat! Der Chefdirigent des Linzer Bruckner Orchesters, Dennis Russell Davies, hat Anzeige gegen den Ring freiheitlicher Jugend (RFJ) erstattet. Grund ist ein Aufkleber, der eine Zigarettenschachtel und die Aufschrift "Gemischte Sorte - Zuwanderung kann tödlich sein" zeigt. Der aus den USA stammende Künstler erklärte, er fühle sich durch das Sujet "zutiefst diskriminiert". Er habe den Aufkleber während eines Rad-Ausfluges entdeckt. Daraufhin habe er seinen Anwalt eingeschaltet, erklärte Davies. "Diese Partei-Werbung ist eine verdeckte Form des Rassismus - ich mache mir echte Sorgen um Österreich". Auch der Grüne Menschenrechtssprecher Günther Trübswasser teilt die Empörung: "Der RFJ wird vom Land mit 20.000 Euro gefördert. Für mich ist der Gedanke unerträglich, dass diese hetzerischen Pickerl mit öffentlichen Geldern hergestellt werden." FPÖ-Landesparteiobmann Lutz Weinzinger kann die Aufregung nicht verstehen: Der Aufkleber sei weder rassistisch noch diskriminierend, betonte Weinzinger. "Wir Freiheitlichen wollen nicht, dass Gewalttäter und Mörder in unsere Heimat kommen", so Weinzinger. Wenn man diese pauschalierte 'Erklärung' nicht hat, sondern dieses Plakat unvoreingenommen betrachtet, könnte man es auch als Morddrohung gegenüber Ausländern deuten, die in Österreich leben oder planen, hierher kommen zu wollen nach dem Motto: Denkt dran, ihr Ausländer, Zuwanderung kann tödlich sein! Euer Leben ist hier nicht mehr sicher! Menschen haben in diesem Land kein Dach über dem Kopf, sie haben Hunger oder frieren in unbeheizten Wohnungen. Bis zu meinem letzten Lebtag werde ich diese Kälte nicht vergessen, in der ich fast zwei Winter frieren musste. Bei Nachttemperaturen von - 20 C! Es war so kalt, dass ich kein Buch lesen konnte, weil mir beim Hochhalten sonst die Arme abgefroren wären. Legte ich meine Hände auf die Bettdecke war alles klamm und kalt. Pfützen bildeten sich am Fenster. Die Wände waren klatschnass, was dazu führte, dass die Sicherungen heraus sprangen und gegen Entgelt, das ich nicht hatte, 'Energie Graz' benachrichten musste, weil der Sicherungskasten versperrt war. Wenn ich die Dusche verliess, bekam ich einen Kälteschock! Suizidversuche aus Angst vor der Kälte waren die Folge. Wurde in der 'Sigmund-Freud'-Klinik stundenlang als dreckiger, fauler deutscher Schmarotzer beschimpft und mit dem Tod bedroht, ohne je Hilfe bekommen zu haben! Verfahrenshilfe wurde mir verweigert! Meine Güte: Und der österreichische Staat(!) zahlt unfassbare € 20.000 an Rassisten, die damit Menschenhetze drucken und verteilen! Plakate, die man als offene Morddrohung gegen Ausländer in Österreich interpretieren kann! Erst kürzlich forderte der RFJ Schafe im Grazer Stadtpark grasen zu lassen, an denen sich die Moslems sexuell vergehen sollen, damit sie die österreichischen Frauen in Ruhe lassen. Ferner wurde vor Ausländern am Beispiel der nordamerikanischen Indianer gewarnt. Die Ureinwohner leben jetzt in Reservaten - verdrängt von Einwanderern. Diese Gefahr drohe Österreich auch. Innenministerin Fekter (ÖVP) schlug im Oktober 2009 in diese Kerbe, indem sie Ausländer eliminieren wolle.

Nur kurze Zeit später wird bekannt, dass der von der FPÖ veröffentlichte Comic Der blaue Planet ebenfalls mit öffentlichen Geldern finanziert wurde. Das ausländerfeindliche Machwerk wurde an 500.000 Jungwähler unter dem Hinweis 'politische Bildung' verschickt.

Wenige Tage später werden einmal mehr die Folgen deutlich: Im aktuellen Bericht "Rassistische Diskriminierung im österreichischen Polizei- und Justizsystem" werden mehrere Fälle von Ungleichbehandlung von Ausländern durch Polizei und Justiz aufgezeigt. Die Fälle werden so verdreht, dass das Opfer angeklagt wird und die Täter davon kommen. Haargenau wie in meinem Fall! Erschreckende Details - siehe Nr. 549.

* * *

Und damit sind wir in der Gegenwart eingetroffen. Keine einzige Person und keine Organisation hat mir in Österreich geholfen, gegen diesen zutiefst unmenschlichen Arzt vorzugehen, obwohl jeder weiß, dass alles so passiert ist, wie ich es beschrieben habe. Die Ereignisse vom November 2005 in der albtraumhaften 'Sigmund Freud'-Klinik und die sich daran anschließenden zwei Winter in einer unbeheizten Wohnung sowie das Vertuschen einer strafbarer Handlung haben mich zutiefst traumatisiert, so dass ich noch heute täglich daran denken muss. Doch damit nicht genug: Mein Heimatland hat mir in keiner Weise geholfen - weder vor Ort in Graz Hilfe gewährt noch mich bei einer Rückkehr in meine Heimatstadt Buchholz zu unterstützen, wo ich mich operieren lassen müsste. Wie schon erwähnt, werde ich mich in Graz, wo mir all das Leid angetan wurde, einer OP nicht aussetzen. Nach jahrzehntelanger harter Arbeit, in der ich stets zuverlässig, flexibel und fleißig war, ist es nicht möglich, mir eine 1-Zimmer-Wohnung in meiner Heimatstadt Buchholz anzumieten.

Die Vermieter wollen mich persönlich kennenlernen, was ich ja auch verstehen kann. Nur bin ich nicht in der Lage, mal so eben für eine Besichtigung 2.000 km nach Buchholz zu reisen. Das ist ja auch nicht alles: Die Vermieter wollen gewöhnlich eine Verdienstbescheinigung sehen, die ich ja auch nicht vorlegen könnte. Obwohl ich mir nie etwas zu Schulden habe kommen lassen, wurde mir -trotz Krankheit und Schmerzen- einzig eine Obdachlosenunterkunft in Buchholz angeboten. Das ist die einzige "Hilfe", die mir gewährt wurde. Nicht mal der Versuch, mir eine Sozialwohnung anzubieten, wurde gemacht. Nicht mal auf eine Warteliste wurde ich gesetzt. Die deutsche Botschaft in Wien und das Auswärtige Amt in Berlin haben mich für das Grauen, das ich hier in Graz erlebt habe, gleich noch einmal abgestraft! Somit habe ich die Wahl zwischen 'Hölle' Graz und 'Inferno' Buchholz. Niemand kann meine Verzweiflung ermessen und nachvollziehen, wie ich mich innerlich fühle ...

Gesundheitlich geht es bei mir bergab: Besonders der Magen macht Probleme. Genau jetzt in dieser Minute, wo ich diese Zeilen schreibe: Häufige Übelkeit, Würgereiz und unterschiedlich starke Schmerzen; in einigen Fällen hatte ich regelrecht Koliken, kann dann kaum aufrecht gehen. Dann wurde auch noch Blut in meinem Urin entdeckt. Die Prostata! Und hier besteht unter Umständen Krebsverdacht. Dann habe ich eine pflaumengroße Hiatushernie und eine Leistenhernie, die ebenfalls operiert werden müsste. Ohne OP besteht die Gefahr eines Darmverschlusses. Wenn ich keine Schmerzen habe, habe ich immer noch Beschwerden, die dazu geführt haben, dass ich nur noch, wenn unbedingt nötig, das Haus verlasse. Seit Sommer habe ich heftige Hustenattacken - ohne erkältet zu sein. Meine Ärztin vermutet als Auslöser die Magensäure dahinter. Möglich! Noch wahrscheinlich sind für mich das die Folgen von zwei Jahren Leben mit Schimmelsporen. Die Hustenanfälle sind oft so heftig, dass ich davon sogar heiser und kurzatmig wurde.

Ich hatte zuletzt wiederholt Schwindelanfälle, schwarze Flecken vor den Augen und war extrem kurzatmig. Meine Internistin stellte am 2. Februar 2009 eine Auffälligkeit an meinem EKG fest. Sie wollte mich zur weiteren Abklärung ins LKH überweisen. Das LKH gehört zur KAGes und niemals werde ich mich dort irgendeiner Untersuchung unterziehen. Letzter Auslöser waren die anonymen Zuschriften aus dem Haus der Ärztekammer im Februar 2009.

Hinzu kommt eine lähmende Müdigkeit - ausgelöst vermutlich durch das von den Schmerzen verursachte frühe Aufwachen gegen 4:30 Uhr. Die Ärzte wollen mich immer krank schreiben, was ich aber ablehne. Das würde auf Dauer meinen Arbeitsplatz gefährden, denn ohne OP verschwinden die Schmerzen nicht mehr. Und wenn das doch geschehen sein sollte, steht eines fest: Nie wieder werde ich auf das Grazer Sozialamt gehen - doch genau das wäre dann nötig, weil das Arbeitslosengeld aufgrund meiner Teilzeitbeschäftigung nur prozentual gezahlt werden würde und ich also genötigt wäre wieder auf dieses menschenverachtende Sozialamt gehen zu müssen. Genau dieselben Leute, die mit Schmarotzervorwürfen hetzen, sind jetzt diejenigen, die sagen: "So schlecht kann es ihm nicht gehen, wenn er noch zur Arbeit gehen kann." Doch, mir geht es ganz elend!

Ein Leser meiner Seiten schrieb mir am 13. Juli 2009, dass das Versagen von Hilfe von August 2005 bis Dezember 2005 seitens des Sozialamtes vollkommen rechtswidrig war. Als EU-Bürger bin ich berechtigt, mich über drei Monate hinaus in Österreich aufzuhalten. Es setzte eine kaum vorstellbare Kettenreaktion ein. Ohne diese verhängnisvolle Hilfsverweigerung hätte es keine Existenzangst, keine Panikattacken und keinen freiwilligen Gang in die 'Sigmund Freud'-Klinik geben müssen, auch keinen Selbstmordversuch. Es hätte keine Misshandlung in dieser Klinik gegeben, ich wäre krankenversichert gewesen, hätte nicht den Winter in unbeheizter Wohnung verbringen müssen und wäre nicht so krank geworden, wie ich jetzt bin. Auch all die kostspieligen Rechtsstreitigkeiten hätte es nie gegeben. Inzwischen wird auch bestätigt, dass man arbeitslose Ausländer -auf Wunsch der ultrarechten FPÖ- mit "sanftem Druck" aus dem Land zu entfernen versucht. Was hier als sanfter Druck bezeichnet wird, war in meinem Fall der Versuch, Leben ein auszulöschen, um ein paar Euro einzusparen.

Wie man sieht reißen die Gewaltdrohungen (rechts) und Aufforderungen zum Suizid nicht ab. IP-Nummer 77.56.73.236 will unter allen Umständen, dass mein Bericht aus dem Internet verschwindet. Sonst wollen sie vorbei kommen und nachhelfen (obwohl ich schon gar nicht mehr in Graz wohnte) - siehe hier.

Genau diese unbekannte Person mit der IP-Nummer 77.56.73.236 (manchmal auch: 83.76.101.182), die sich mal Susanne oder Manfred nennt, schreibt auch Einträge in Gästebücher, in denen ich als geisteskrank bezeichnet werde und angeblich völlig unbescholtene Ärzte und Beamte verleugne. Während ich mit meinem vollen Namen zu dem hier Veröffentlichten stehe, schreibt diese Person völlig anonym (natürlich auch mit falscher E-Mail-Adresse). Nur anhand manch typischer Formulierungen kann man erkennen, dass es ein/e Österreicher/in sein muss. Da frage ich mich: Welche Person, die sogar vor Gewalt- und Morddrohungen nicht zurückschreckt, gibt sich einem solchen Aufwand hin, in zahlreichen Gästebüchern meinen Bericht als irres Geschreibsel eines Geisteskranken abzuqualifizieren? Das tut doch nur eine Person, die persönlich betroffen ist und von sich ablenken will, oder? Ich bin der Meinung, dass sich die Leser selbst ein Bild machen sollten.

Noch eine Episode, die ich erwähnen möchte: Am 25. Mai 2009 erhielt ich eine E-Mail von einem Prof. Adrian Hollaender von einem 'Zentrum für Rechtsforschung' in Wien, der mir mit dieser E-Mail Hilfe anbot und sogar mit mir telefonierte. Ich war etwas verwundert, da bis zu diesem Tag keine einzige Person österreichischer Herkunft professionelle Hilfe in irgendeiner Form abgeboten hatte und dieser Mann meldete sich von allein, ohne dass ich ihn zuvor um Hilfe gebeten hatte. Da er meinen Bericht über die Misshandlung gelesen hatte, wusste er auch davon, dass ich über kein Vermögen verfüge. Trotzdem schickte er mir am 4. Juni 2009 diese E-Mail. Und am 27. August 2009 stand dann dieser Bericht in der 'Kleinen Zeitung'. - Gibt es denn in Österreich wirklich nur Betrüger und offenbar keine einzige Person, an die man sich nach einer kriminellen Straftat vertrauensvoll wenden kann?

Am 4. November 2009 habe ich in einer E-Mail an einen Bekannten den Tod eines ausländischen Häftlings in Graz vorher gesehen, der ca. drei Wochen später tatsächlich starb. Der Vorhersage war in insofern besonders gewagt, weil sich für den Inhaftierten eigentlich eine positive Wende ergeben hat. Trotzdem brachte er sich angeblich um. Mit hellseherischen Fähigkeiten hat das jedoch nichts zu tun, sondern einfach mit meiner vierjährigen Lebenserfahrung in einem grausamen Land. Die Details stehen hier.

Aufruf: Wer hat in der Grazer 'Sigmund Freud'-Klinik ähnlich fürchterliche Erfahrungen gemacht? Oder mit Behörden-Schikanen aufgrund seiner Nationalität? Bitte schreibt mir eine E-Mail an graz AT mkschubert.de

Wikipedia-Linktipp: Die Grazer 'Sigmund Freud'-Klinik hatte als 'Feldhof' eine furchtbare Vergangenheit zu Kaisers und Adolfs Zeiten.

Oft habe ich mich gefragt, wie all das abgelaufen wäre, wenn es noch kein Internet geben würde; ich diese Seite nicht hätte veröffentlichen können. Niemand hätte von meinen Erfahrungen etwas mitbekommen. Ich wäre vollkommen allein gewesen. Wie wäre wohl der zweite Aufenthalt im Dezember 2006 in der 'Sigmund Freud'-Klinik abgelaufen, wenn es diese Webseite nicht gegeben hätte, die damals erst drei Monate online war und die in der Klinik jeder kannte?

Anregung zum Nachdenken: Internationale Fußballspiele finden auf neutralem Boden statt; selbstverständlich ist der Schiedsrichter aus einem neutralen Drittland. Nur Gerichtsverhandlungen, wo es häufig um schwere Verbrechen und großes Leid geht, finden im selben Land stand: In Österreich, wenn es um die Tat von fünf Österreichern gegen einen Ausländer geht. 'Natürlich' sind auch die Richter nicht aus einem Drittland. Wenn man dann auch noch die erhebliche Ausländerfeindlichkeit hinzu addiert, die in Österreich herrscht, erklärt es sich, wie Urteile -wie nicht nur in meinem Fall- zustande kommen.

* * *

Ich zitiere Dipl.-Psych. Eva Schwenk: 'Psychiatrie ist nicht öffentlich; so wollen es die Patienten, aus Angst vor der gesellschaftlichen Ächtung; so will es die Gesellschaft, in Unkenntnis psyischer Erkrankung; so wollen es die Psychiater, zum Schutz ihrer Unfähigkeit. Und die Geschichte der Psychiatrie ist eine Geschichte des Unwissens, auf Unwissen gegründeter Willkür un ddurch Willkür ermöglichter Barbarei'. - Ich will es nicht so.

Da es mir wichtig ist, dass die Geschehnisse bekannt werden, habe ich meinen Bericht auch auf zahlreichen anderen Seiten bzw. Foren platziert - auch für den Fall, dass die eine oder andere Seite nicht mehr aufrufbar ist. Zurzeit existieren 62 inhaltlich identische Webseiten bei 15 Free Host-Anbietern in 5 Ländern. Gelöschte Seiten werden binnen weniger Minuten durch neue ersetzt. Mein Bericht ist zudem auf zahlreichen PC-Festplatten abgespeichert.

Epilog:

Was in österreichischen Psychiatrien möglich ist, beschreibt die nebenstehende Webseite. Es wird misshandelt und anschließend vertuscht; Patienten werden hilflos ans Bett gefesselt und verbrennen qualvoll. Gemäß dem Grundsatz 'Eine Krähe kratzt der anderen kein Auge aus' werden oft aus völlig falsch verstandener Solidarität Fehlverhalten seitens der Dienstaufsicht nicht geahndet, nicht strafrechtlich verfolgt und sogar richtig vertuscht. Dies ist für einen Rechtsstaat eine Katastrophe. Überdies ist dieses Verhalten - nämlich Unterlassen von Ermittlungen und Unterlassen von strafrechtlicher Verfolgung trotz Vorliegens von Verdachtsmomenten - als Amtsmissbrauch zu qualifizieren. Die Zeitung 'Der Standard' beschäftigte sich am 20. April 2009 mit den in Österreich überall akzeptierten und respektierten ultrarechten Burschenschaften, darunter Ärzte, Beamte und Juristen.

Die beiden SPÖ-Landräte Helmut Hirt und Kurt Flecker werden endlich ausgetauscht: Flecker war dafür verantwortlich, dass ich -trotz Arbeit- in meiner unbeheizten Wohnung vegetieren musste; Hirt hat nach meiner Misshandlung gegen die verantwortliche KAGes absolut nichts unternommen und somit dafür gesorgt, dass Dr. Schwarzl bis heute hilflose Patienten betreuen darf.

Ich schwöre beim Andenken an meine geliebte Großmutter, die immer für mich da war, dass jedes Wort in diesem Bericht der Wahrheit entspricht, was auch das Urteil des OLG Graz (April 2009) nachdrücklich unterstreicht, indem mich KAGes und Schwarzl nicht wegen Verleumdung verklagen dürfen.

Immer mehr Menschen haben dank dieser Webseite von meinem Fall erfahren und setzten sich mit mir in Kontakt. Seit 23. Juli 2009 bin ich zurück in Deutschland. Eine sehr engagierte Ärztin in Deutschland, mit der ich seit November 2008 in Kontakt bin und mit ihr fast täglich telefoniert oder schriftlich kommuniziert habe, hat mir bei der Rückkehr geholfen. Ich möchte nicht wissen wie viele private Stunden sie neben ihrer Praxistätigkeit, Hausbesuchen, Notfallbereitschaften und Weiterbildungen für mich geopfert hat. Sogar am Heiligen Abend rief sie bei mir an. Die Ärztin hat nicht nur mit mir telefoniert, sondern auch mit den örtlichen Behörden und potentiellen Vermietern. Sie hat alle Unterlagen aus Graz (Justiz & ärztliche Befunde) vorliegen und konnte sich so ein Urteil bilden. Sie hat mir bei der Wohnungssuche geholfen und kannte auch einen LKW-Fahrer, der mich mit meinem Hausrat abgeholt hat. Ich bin dieser Ärztin, die nicht genannt werden möchte, unendlich dankbar. Trotz allem ist es erschreckend zu sehen, welch ein unvorstellbarer bürokratischer Aufwand nötig ist, so einen Umzug zu organisieren. Aber ich realisierte auch, dass ich dieses niederträchtige Verbrechen nicht vergessen kann; die Geschehnisse lassen sich nicht aus meiner Erinnerung entfernen, sind dort -wahrscheinlich für immer- eingebrannt.

Ich sage trotzdem voraus, dass die Hilfsbereitschaft dramatisch abnehmen oder ganz aussterben wird. Was diese Ärztin an Zeit und Energie aufwenden musste -nur um zu helfen und ohne Entgegenkommen der Behörden- ist unvorstellbar. Das schreckt irgendwann auch den hilfsbereitesten Menschen ab. Ist es das, was wir wollen?

Bedanken möchte ich mich bei meinen liebenswerten Vermietern in Graz-Puntigam, die sich stets rührend um mich gekümmert haben - hier habe ich nach dem Auszug aus der Schimmelwohnung ab August 2007 gewohnt.

Ein ganz herzliches Dankeschön gebührt meinem Arbeitgeber, der Firma Unito in der Alten Poststrasse. Hier wurde ich vom ersten bis zum letzten Tag anständig behandelt.

Mein Dank gebührt auch all denen, die viel Geld in teure Auslandstelefonate investiert haben, mir immer wieder Mut gemacht und mir viele Tipps gegeben haben. Allen voran der juristische Experte, ein gebürtiger Österreicher, der in Brasilien lebt - mit dem ich seit Februar 2009 in Kontakt war. Geschätzte 80 % der Leser sind zutiefst geschockt über das, was mir angetan wurde; was in Österreich möglich ist; wie unvorstellbar dort unbescholtene Menschen völlig grundlos schikaniert und gequält werden. Nur weil sie einen anderen Dialekt sprechen, eine andere Hautfarbe haben. Gleichzeitig werden einheimische Straftäter von der Justiz beschützt. Sie dürfen bis zum heutigen Tag hilf- und wehrlose Patienten betreuen. Ich glaube nicht, dass ich jemals vergessen werde, was mir diese Unmenschen angetan haben.


Info: Wie Psychiatrien arbeiten

Im Laufe der Jahre konnte ich ja genügend Erfahrungen sammeln, wie in psychiatrischen Kliniken gearbeitet wird. Es sind fast immer wieder dieselben Methoden. Viele glauben: Wenn ich erstmal in der Psychiatrie bin, komme ich nie mehr heraus. Unsinn! Das gilt ja nicht mal für die wirklich gemeingefährlichen Verbrecher. Patienten mit Depressionen, Angstzuständen, Schizophrenie etc. sind schneller draußen als man denkt. Schließlich kostet die Unterbringung Geld und die Krankenkassen hinterfragen bei den Ärzten schnell, wann man -bitte schön- mit der Entlassung des Patienten rechnen könne. Wehe, die Krankheit dauert zu lange. Wehe, der Patient ist so ehrlich und sagt, dass er sich noch nicht fit für eine Entlassung fühlt. Allein das Geld ist entscheidend - und die Krankenkasse entscheidet mit, ob es dem Patienten jetzt gut zu gehen hat.

In vielen Fällen mögen Psychiatrien helfen. In sehr vielen nicht. Den Fällen, die ich kenne, geht es zwar mal kurzzeitig besser, aber eben nicht dauerhaft. Mir ist es bis heute schleierhaft, ob es die Psychopharmaka oder Neuroleptika sind, die dem Patienten helfen oder doch eher das häufig durchaus positive Umfeld in Kliniken oder Tageskliniken (viel Ablenkung, viele neue Bekanntschaften). Ich kenne auch sehr viele Patienten, die unter den oft heftigen Nebenwirkungen der Medikamente leiden (Gewichtszunahme, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Kontentrationsstörungen, Verdauungsproblem bis hin zu Veränderungen der Herzfrequenz). Es gibt bis heute keinen wissenschaftlichen Beweis, dass Psychopharmaka wirklich helfen. Es gibt Studien, dass diese Medikamente im Verdacht stehen, keine Wirkung zu haben, dass sie Suizide -und sogar Amokläufe- überhaupt erst auslösen (siehe auch
hier; Nr. 202).

Mir haben eindeutig die Aktivitäten in den Kliniken geholfen, die neuen Bekanntschaften und natürlich die Tatsache, nicht mehr allein zu sein. Vielen anderen ging es ähnlich. Aber können die Ärzte wirklich entscheiden, ob es einem Patienten besser geht bzw. wie es ihm nach seiner Entlassung gehen wird? Sicher nicht und die Frage ist, ob es sie überhaupt interessiert. Nach der Entlassung heißt es: Nach mir die Sintflut!

Besser kann man es nicht formulieren:

Nie vergessen werde ich den Fall des depressiven Patienten B., der in der Psychiatrie in U. stationär aufgenommen war. Er hat den Oberarzt V. förmlich angebettelt, nicht entlassen zu werden. Doch mit einer Eiseskälte und Gnadenlosigkeit hat der Oberarzt diese Entlassung durchgesetzt. Patient B. hat seinerzeit Frau und Kinder nach einer Trennung verloren und wollte nicht mehr in das Haus mit all den Erinnerungen zurück. Doch er mußte! Noch am selben Abend hat er sich in seinem Gartenschuppen förmlich hingerichtet: Mit Alkohol und Schlaftabletten betäubte er sich zunächst, dann schnitt er sich die Pulsadern auf und zuletzt hat er sich erhängt. Obwohl selbst für Laien erkennbar war, dass dieser Patient nie hätte entlassen werden dürfen, geschah genau dies. Die Kosten waren zu hoch geworden; der teure Mensch wurde mit dem Tode bestraft. Oberarzt V. hatte keinerlei Konsequenzen zu erdulden. Noch heute ist er in der Klinik beschäftigt. Wahrscheinlich hat ihn dieser Tod nicht im mindesten berührt. Vielleicht muß man diesen herzlosen Abstand als Arzt auch haben, um diesen Beruf dauerhaft ausüben zu können.

Ähnlich war es in meinem Fall in der Psychiatrie Graz. Oberarzt Dr. Schwarzl hat mich im November 2005 genauso ins Nichts entlassen, obwohl die Klinik ausdrücklich eine Betreuung nach der Entlassung anbietet. Mein nächster Suizidversuch war sicher. Nur der positive und völlig unerwartete Bescheid vom Sozialamt hatte mich (noch) gerettet. Aber von dem Bescheid wußte in der Klinik niemand -und schon gar nicht Dr. Schwarzl- etwas.

Die psychiatrischen Kliniken arbeiten mit den immer selben Manipulationen:

Beispiel: Ein Patient auf Station, der wie B. seine Familie durch Trennung/Scheidung verloren hat. Ihm wird angeboten, an sportlichen Aktivitäten teilzunehmen.
(Variante a) Er nimmt an den Aktivitäten teil, blüht auf, genießt die neuen Bekanntschaften, aber auch das andere Umfeld (fern der Wohnung mit all den Erinnerungen an Frau und Kinder). Der Arzt wird ihm ein Anti-Depressiva verschreiben und wird schon nach kurzer Zeit diagnostizieren, dass es dem Patienten aufgrund des Medikaments besser geht. Er entläßt ihn - zurück in das häusliche Umfeld. Back to hell!

(Variante b) Der Patient nimmt nicht an den angeboten Aktivitäten teil; legt sich stattdessen ins Bett und trauert um seine Familie. Der Arzt wird ihm schnell Verweigerung unterstellen, dass er nicht therapiefähig ist - und entläßt auch ihn in die schon wartende Hölle.

Psychologie hat natürlich sehr viel mit Manipulation zu tun. Positive Manipulation kann helfen; negative Manipulation ist gleichzusetzen mit dem Ausnutzen eines Patienten (und seiner Krankheit bzw. Hilflosigkeit).

Beispiel: Ein Patient hat mit seinem Psychologen zahlreiche Sitzungen. In unzähligen Gesprächen bekommt der Psychologe natürlich die Empfindsamkeiten seines Patienten mit. Weiss der Psychologe eines Tages nicht mehr weiter oder ist er dem Patienten überdrüssig, muss er nur eine dieser Empfindsamkeiten benutzen, um seinen Patienten dazu zu bringen, selbst nicht mehr zu kommen. So ist der Psychologe aus dem Schneider und der Patient zusätzlich verzweifelt, weil er nicht nur einen, meist den einzigen, Gesprächspartner verloren hat, sondern weil er sich zudem verraten fühlt.

Sagt ein Patient beispielsweise, dass es ihm gut geht und er sich freut, dann meint der Arzt, er wollte etwas Tiefliegendes verschweigen. Wenn es ihm aber schlecht geht, er verstimmt ist, gar weint, offenbart das wohl schwerwiegende psychotische Faktoren, wonach ja eindringlich geforscht werden muss. Und geht es ihm mittelmäßig, dann kommt es auf die Verfassung, gar die momentane Stimmung des Zuständigen an, in welche Kategorie er diese Gemütslage nun gerade einordnet. Selbst die Erkältungskrankheit einer Patientin, die später woanders mit ernster Bronchitis diagnostiziert wurde, hatten sie mehrfach als anfallsartig ausbrechende Nervositätsstörung abgetan.

Das berühmte Asch-Experiment zeigt, wie Menschen mit unglaublich wenig Aufwand manipuliert werden können. Hier geht es zum Film. - Das Milgram-Experiment zeigt, dass normale Menschen einen anderen töten würden, nur weil es ihnen eine autoritär wirkende Person so sagt. - Noch so absurde Befehle werden befolgt, wenn sie nur von einer Autoritätsperson verlangt werden.

Das Rosenhan-Experiment bestand aus zwei Teilen. Im ersten hatten sich geistig gesunde Menschen heimlich unter Vorspiegelung von Halluzinationen in psychiatrische Anstalten einweisen lassen, um die Reaktionen der Krankenhäuser zu überprüfen. Der zweite Teil verlief genau umgekehrt. Rosenhan gab bekannt, er werde "Pseudopatienten" in einige psychiatrische Anstalten einschleusen, ohne dies jedoch zu tun. Trotzdem haben die dort Beschäftigten geglaubt, Pseudopatienten erkannt zu haben.

Auch ich blühte in der 'Sigmund Freud'-Klinik anfangs etwas auf, war nicht mehr allein, hatte Ansprechpartner, es wurde gemeinsam gegessen, gemeinsam gespielt, gemeinsam Sport getrieben etc. Nur der Grund, warum ich in der Klinik war, war in keiner Weise behoben worden. Aber ich lachte und war aktiv. Für den Arzt der Beweis: Dem Patienten geht es (dank mir und dem Medikament) besser!

Immer wieder gleich ist auch das folgende Szenario. Man kommt in die Klinik; ein freundlicher Arzt begrüßt den Patienten und macht ihm mit den immer selben Worten Mut: 'Das wird schon werden; das bekommen wir in den Griff!' Der Arzt verordnet immer ein Medikament, das oft erst nach 3-4 Wochen wirkt (... oder auch nicht - wie Studien [links] immer wieder zeigen). Das Paradoxe: Dann ist der Patient oft schon entlassen. Bei der Visite fragt der Arzt immer wieder: 'Wie geht es?' Man ist nicht gut beraten zu sagen: 'Schlecht!' Anfangs kann man das vielleicht noch verlauten lassen; auch ist es möglich, dass der Arzt ein weiteres bzw. anderes Medikament verschreibt. Aber dann sollte der Patient so allmählich erkennen lassen, dass es ihm besser geht, denn plötzlich wird der bisher freundliche Ton von Pflegedienst und Ärzten rauer! Mit der Wahrheit: 'Doktor, mir geht es aber immer noch schlecht!' kommt man nicht mehr weiter. Der Arzt nimmt diese Aussage schnell persönlich; Visiten und Gespräche werden seltener; der Patient wird im Stich gelassen und zügig entlassen. Oder es beginnen kleine Mobbing-Spielchen nach dem Motto: 'Sie haben sich nicht auf Station abgemeldet' (... obwohl der Patient es doch gemacht hat). Und plötzlich steht der Patient allein gegen eine Hundertschaft von Pflegepersonal und Ärzten, die sich natürlich alles gegenseitig bestätigen. Der einzige 'Fehler' des Patienten war, dass er ehrlich war und sagte: 'Mir geht es immer noch sauschlecht'.

Die Sozialarbeiter (nicht alle!) arbeiten ähnlich, wie nicht nur in meinem Fall geschehen: Es wird mir angeboten, Bewerbungen zu schreiben. Ich bin Kaufmann, gut ausgebildet, habe Kommunikations-, PC- und Sprachkenntnisse. Was legt mir der sich in Gedanken schon auf Weltreise befindende Sozialarbeiter Philipp Hamedl in der Grazer Psychiatrie vor? Stellenausschreibungen als Pferdepfleger und Putzmann. Die Inserate, die meiner Qualifikation entsprachen, erwähnte er nicht. Mal abgesehen davon, dass man natürlich auch als Pferdepfleger entsprechende Fachkenntnisse haben muss, die mir ja völlig fehlen, weil ich mit Pferden -von zwei, drei Ausritten mal abgesehen- nie etwas zu tun hatte. Aber darum ging es Hamedl auch nicht. Er wollte, dass ich 'nein' sage. Und da ich naiverweise immer noch davon ausging, dass er mir helfen wollte, hinterfragte ich das nicht. Ich sagte 'nein' in der Hoffnung, dass wir uns auf meine Berufssparte konzentrieren, doch dazu kam es nicht. Er hatte erreicht, was er wollte: 'Der Patient weigert sich; will nicht arbeiten, ist nicht therapiefähig! Entlassung'. Selbst wenn ich die Bewerbungen geschrieben hätte, wäre nach kurzer Zeit eine weitere Schikane gefunden worden.

Beliebt ist auch die Formulierung 'lehnt Hilfe ab', ausgeprochen gegen Patienten, die man los werden will. Auf konkrete Nachfrage, welche Hilfe denn angeboten wurde, kommt praktisch nie eine Antwort. So ein Satz in einem Arztbrief wirkt ansteckend und beeinflusst automatisch den nächsten Arzt. Auch wird diese Formulierung benutzt, wenn man als Mediziner mit seinem Latein am Ende ist. Das kann man natürlich nicht zugeben, also schiebt man die Schuld auf den Patienten, dem es mit dieser Last nochmals schlechter geht. Auch im Fall des selbstgetöteten Torwarts Robert Enke hat man es so gemacht. "Wir hatten keine Chance, Robert von seinem Verhalten abzubringen, wir können uns keine Vorwürfe machen". Doch, müsst ihr, weil sich ein Depressiver immer äußert -und das hat lt. Medien- auch Enke getan. Aber viele geben auf, wenn sie merken, dass man nicht gehört wird, fühlen sich dann allein gelassen, nicht Ernst genommen, bringen sich am Ende um. Enke hatte u.a. Angst davor, dass ihm die Behörden aufgrund seiner Depressionen die Adoptivtochter wegnehmen würden. Offenbar wurde ihm Angst gemacht, gedroht. Besonders, nachdem seine leibliche Tod erst vor kurzem an einem Herzfehler gestorben ist. Doch das Thema wird ignoriert. Schuld war Enke, der sich nicht mehr wehren kann und sich angeblich nicht helfen lassen wollte. Alle anderen haben sich reingewaschen.

Man muss gar nicht unbedingt psychisch krank sein, um in den geschlossenen Bereich einer Psychiatrie zu kommen; mehr als eine vorläufige Diagnose liegt oft noch gar nicht vor. In diesem Beispiel wird Herr XY in den geschlossenen Bereich verlegt. Er hat Angst vor dem Unbekannten (lauter fremde Gesichter, angstmachende Mitpatienten) und zu allem Übel wird auch noch die Tür verschlossen. Er ist eingesperrt! Nicht selten passiert es, dass es jetzt zu menschlich vollkommen normalen Panikreaktionen kommt (wer mag schon gern eingesperrt sein?). Herr XY hat Angst, furchtbare Angst -er war noch nie in der Psychiatrie, er war noch nie eingesperrt, er wird laut, ruft nach dem Personal, trommelt verzweifelt gegen die verschlossene Tür- und reagiert unbewusst(!) so, wie ihn Ärzte gern hätten, um einen längeren Aufenthalt im geschlossenen Bereich anordnen zu können.
Man möchte an dieser Stelle gar nicht erst die traumatisierten Menschen erwähnen, die vielleicht in ihrer Kindheit als Strafe eingesperrt wurden und damit überhaupt nicht umgehen können.

Ähnlich ist es in normalen Krankenhäusern. Ältere Patienten, die nie unter Verwirrtheit litten, sind es auf der Chirurgie oder der Inneren Medizin oft schon am ersten Tag: Sie sind verwirrt, weil sie urplötzlich aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen sind und oft auch unter Medikamenten- oder Narkose-Einfluss stehen.

Ein anderes Beispiel - außerhalb von Psychiatrien: Man ist alt geworden, kommt ins Krankenhaus oder ins Altersheim. Als freundliche, liebe Omi, die lächelnd und strickend in der Ecke sitzt wird man keine Probleme haben. Doch was ist, wenn man an Demenz oder Alzheimer erkrankt? Manche sind erst 70 Jahre alt, wenn es sie trifft - und haben ansonsten keinerlei organische Erkrankungen. Die können mit Glück noch 90 Jahre oder älter werden. Aber diese Patienten machen unglaublich viel Arbeit. Sie sind oft hyperaktiv oder inkontinent, manchmal aggressiv und immer am Wandern. Man muss sie ständig im Auge behalten und jede Art von Ansprache oder Ermahnung wird nach Sekunden wieder vergessen. Die Nachtschwester, die allein Dienst hat, unablässig unter Druck steht, im Job schlecht behandelt wird und vielleicht auch noch persönliche Probleme hat, wird ihren Stress an die demenzkranken Patienten weitergeben: In Form von Schlägen, Fixierung am Bett, vielleicht auch noch in ganz anderer Form.

Ich selbst habe jahrelang im Krankenhaus gearbeitet und weiß von daher ziemlich genau, wie das Pflegepersonal arbeitet und handelt, wie es über die Patienten spricht - aber auch, in welch derbem Ton viele Ärzte über die Patienten herziehen. Und ich habe nicht nur einmal gesehen, wie das Pflegepersonal verwirrte Patienten geschlagen hat und mich mit meinem Schweigen mitschuldig gemacht. Aber das war damals noch eine Zeit, wo es nicht diese Personalengpässe gab wie heute! Ich befürchte, heute ist alles noch sehr viel schlimmer.

Deutlich ausgesprochene Suizid-Drohnungen werden in der Regel weniger ernst genommen. Es heisst: Wer mit Selbstmord droht, will nur auf sich aufmerksam machen; handelt jedoch nicht. Bei denjenigen jedoch, die sich umbringen, ohne vorher etwas gesagt zu haben, sagen die sogenannten Experten später: 'Hätte sie/er doch bloß etwas gesagt'. Nach meinen Suizidversuchen, die gescheitert sind, musste ich mir von (einigen) vorhalten lassen: Ich wolle nur Aufmerksamkeit (ich habe eher nach 'Hilfe' in verzweifelter Notlage gesucht). Es hört sich an, als ob man ein Schwerstverbrecher ist: Dieser 'Lump' will Aufmerksamkeit. Natürlich will man die auch, wenn es einem schlecht geht. Das ist menschlich. Sogar den Vorwurf, ich wolle erpressen, musste ich mir in einem Einzelfall vorhalten lassen. Ich wolle andere unter Druck setzen. Depressive Menschen haben den tiefen Wunsch, über ihre Suizidgedanken sprechen zu können. Sie wollen damit niemanden unter Druck setzen oder erpressen. Sie wollen einfach nur reden. - Wenn man unter Depressionen, Minderwertigleitsgefühlen und oft auch unter dem Gefühl leidet, nicht gewollt zu sein, sind solche Äußerungen oft der letzte Anlass zum Selbstmord. Ich erhielt sogar Zuschriften, wie ich mich beim nächsten Versuch zuverlässig töten könnte. Wörtlich: "Damit Du endlich Ruhe gibst"!

Wenn jemand einen Suizidversuch überlebt, wird er oft von Ärzten und Pflegepersonal lächerlich gemacht: "Hätte er sich wirklich umbringen wollen, hätte er sich vor den Zug geworfen. Der will nur Aufmerksamkeit." Da ist das 'negative' Wort wieder.

Weint der/die Betroffene aus Verzweiflung, heißt es oft: "Der/die will nur Mitleid erheischen".

Gern wird man in den psychiatrischen Kliniken auch gefragt, was man möchte. Antwortet man ehrlich, erfolgt häufig das vollkommene Gegenteil: Habe ich im November 2005 Dr. Schwarzl angefleht, nicht entlassen zu werden, weil es mir unverändert schlecht ging, passierte genau das Gegenteil. Ein Jahr später sagte ich in der gleichen Klinik, dass ich am Montag gern wieder zur Arbeit gehen würde. Die Kommission entschied: Du bleibst noch weitere zwei Wochen! (Dazu mehr auf der nächsten Seite).

Wie sieht es mit der Motivation durch professionelle Experten aus? Die folgende Zuschrift stammt von dem Leiter(!) eines Institus für traumatisierte Menschen in Berlin. Er kennt meinen Fall, weiß, was ich in Graz durchgemacht habe, weiß von meinen Schmerzen und meiner Verzweiflung - und schreibt: "Ich wette, dass es Ihnen nicht gelingt ... angemessene Hilfe zu bekommen". Solche Äußerungen sind keineswegs unüblich, nur bekommt man sie normalerweise mündlich mitgeteilt und hinterher wird einem unterstellt, man habe alles falsch verstanden. Ich halte solche destruktiven, zutiefst negativ-pessimistischen Anmerkungen eines Experten für absolut gefährlich. Labile, suizidgefährdete Menschen könnten solche Äußerungen veranlassen, einen weiteren Selbstmordversuch zu unternehmen, gemäß dem Motto: Wenn der Experte das auch so negativ sieht, muss ja meine Situation wirklich so schlimm sein. Ich gebe zu, dassmich diese Mail zutiefst schockiert und zermürbt hat. Wenn so etwas von einer Person XY geschrieben wird, kann man darüber leichter hinweg sehen, aber wenn das der Leiter eines bekannten Instituts schreibt, trifft einen so eine Prognose in Mark und Bein und verleitet einen zum Aufgeben.

In der Grazer 'Sigmund Freud'-Klinik (LSF) lässt man Patienten beispielsweise zu wichtigen Gesprächen (z.B. mit dem Richter) im blauen Stations-Pyjama antreten. Meine Bitte, dass ich meine eigene Kleidung zum Gespräch anziehen möchte, wurde verweigert mit dem Hinweis, damit könne man sich umbringen, wobei man dann aber auch keine Gardinen/Vorhänge mit entsprechender Stange in den Zimmern haben dürfte. Man wirkt im Schlafanzug sicher etwas lächerlich - und möglicherweise ist genau das gewollt.

Ebenfalls in Graz ist es üblich, dass man Medikamente in zerbröselter Form erhält. So ist es unmöglich zu erkennen, wie viele Tabletten und welche man einnimmt. Hier kann es schon allein zu Gesundheitsschädigungen kommen, weil die Medikamente viel zu früh ihre Wirkung zeigen. Die Schutzschicht bei Tabletten dient ja dazu, dass sie z.B. erst im Darm wirken sollen und nicht vorher, um die Magenschleimhaut zu schützen. Das interessiert im LSF niemanden.

Liest man in der Presse Berichte über Depressionen, heißt es, man solle professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Aber bei Fachärzten muss man oft monatelang, oft ein Jahr, auf einen Termin warten. Logisch, weil der Druck auf den Einzelnen immer schlimmer wird und die Krankenkassen an allen Ecken sparen.

Man liest auch, dass viele Menschen Angst davor haben, sich psychiatrisch behandeln zu lassen. Aber nirgendwo erfährt man von den Gründen, z.B. schlechte Erfahrungen, Wirkungslosigkeit der Medikamente, trostlose Umgebung in der Klinik. Schlechte Ärzte, Misshandlungen und Zwangsmaßnahmen werden komplett ausgespart.

Patienten beklagen, stigmatisiert zu werden und haben Recht. In Firmen fragen Personalleiter oft nach psychischen Erkrankungen und entsprechenden stationären Aufenthalten, obwohl sie das nicht dürfen. Das wurde z.B. beim Land Berlin im November 2009 bekannt. - Bei einem Mann, der jahrelang unfallfrei fuhr und einen Bagatellunfall verursachte, kam plötzlich die Fahrtauglichkeit ins Spiel, nur weil er ehrlich zugab, depressiv zu sein und Anti-Depressiva einzunehmen. - Fußball-Torwart Robert Enke richtete sich förmlich selbst hin, als er sich vor einen Zug warf, weil man als Fußballer keine Depressionen haben darf; diese vermeintliche Schwäche nicht zugeben darf, weil man ansonsten von Gegenspielern und Fans verhöhnt wird.

Gefälligkeitsgutachten: Besonders in der Psychiatrie eine gefährliche Waffe. Man sieht keine Narben, keine falsch amputierten Beine und hat oft keine Zeugen. Ärzten wie Dr. Schwarzl sind somit Tür und Tor für ihre widerlichen Spiele geöffnet:



Das folgende, erschreckende Beispiel aus der 'Frankfurter Rundschau' zeigt, wie die Existenz von Menschen anhand von Gefälligkeitsgutachten zerstört werden und sie mit Hilfe der Psychiatrie als Verfolgungswahnsinnige (gleich Vier auf einen Streich) präsentiert werden: Eigentlich hätten bei Ministerpräsident Roland Koch (CDU) die Alarmglocken schrillen müssen, als er im September 2004 auf dem Dienstweg einen hoch brisanten Brief aus der Finanzverwaltung erhielt. In dem Schreiben geht es um Dienstvergehen und Straftatbestände. Beschuldigte sind "Führungskräfte der hessischen Finanzverwaltung". Koch werden detailliert schwere Straftaten mitgeteilt: Fälle von Strafvereitelung im Amt, falsche Verdächtigung, Verletzungen des Steuergeheimnisses, Verletzung des Personaldatenschutzes, Mobbing und Verleumdung. Die gemobbten Steuerfahnder dachten damals, dass Landesvater Koch seine Beamten schützen wird. Doch er antwortete nicht einmal. Die vier sehr erfolgreichen Beamten werden stattdessen zu Psychiater Thomas H. geschickt, der sie begutachtet und als paranoid für dienstunfähig erklärt. Dafür ist der Arzt jetzt verurteilt worden. Warum hat der Gutachter die Beamten als unheilbar psychisch krank beschrieben? Hatte der Arzt eine Absprache mit der Finanzverwaltung? Ernst Girth, Menschenrechtsbeauftragter der hessischen Ärztekammer: "Entweder der Gutachter ist fachlich inkompetent, oder er hat wissentlich falsch beurteilt und Gefälligkeitsgutachten erstellt." Inzwischen wurde der Gutachter zu einer Strafe von € 12.000 verurteilt.

Vorsicht auch vor überspitzten, ironischen oder zynischen Bemerkungen. Man wartet in der Psychiatrie nur darauf, dass man aus Spass Bemerkungen wie "Ja, ich fühle mich verfolgt" macht.

Italiens Ministerpräsident Berlusconi liebt sich über alles, lässt sich Haar einpflanzen und fühlt sich von allen verfolgt. Die Linken sind sogar an seiner Ehescheidung Schuld. Frankreichs Sarkozy erträgt es nicht, wenn auf Fotos jemand größer als er erscheint; auf einem Foto, wo man einen leichten Fettansatz am Bauch erkennen konnte, forderte er die Retusche. Zur besten Sendezeit hetzt Österreichs Strache gegen Ausländer – schreckt vor keinem Kraftausdruck gegen Menschen zurück, Augen wie Schlitze. Aber all die sind kerngesund!

Wir sind Menschen und geraten auch mal in Krisen und reagieren entsprechend menschlich darauf. Die Ursachen dieser Krisen müssen bewältigt werden - und da helfen keine Psychopharmaka. Die folgenden zwei Texte beschäftigen sich mit diesem Thema. Hier die Zuschrift eines Psychiatrie-Misshandelten.

Dinge aus dem Alltag, die einen Menschen depressiv werden lassen, lassen sich eben nun mal nicht mit Drogen aus der Welt schaffen. Die Drogen können im besten Fall nur den Blick auf die Probleme vernebeln, was aber dazu führt, daß der Betroffene nicht in der Lage ist, diese rechtzeitig anzugehen. Diese Hypothesen von Stoffwechselstörungen im Gehirn sind eine prima Ausrede für die Leute, die durch eigenes Tun und Lassen Leiden bei einem anderen Menschen verursachen. Gleichzeitig ist es auch eine (falsche) Beruhigung für das Gewissen von Leuten, die anderen das Leben zur Hölle machen: Sie können sich so einreden, die Reaktion des anderen hätte nichts mit ihrem eigenen (destruktiven) Handeln zu tun. Es sei keine Reaktion des Gegenübers auf dieses Handeln, sondern die Ursache sei viel mehr in einem biologischen Defekt zu suchen.

An folgendem Beispiel möchte ich aufzeigen, wie es ist, wenn verzweifelte Menschen, die z.B. die Diagnose 'Borderline Störung' erhalten haben, über die Symptome recherchieren und dann in Fachbüchern lesen müssen:

- Der Patient demütigt Personen, die er liebt;
- Quält andere durch angreifendes Stänkern, Nörgeln, Hysterie, etc.;
- Boshaftigkeit;
- quälen ihre Opfer, Fremde oder Familienangehörige sogar noch aus der Ferne per Telefon;
- Unfähigkeit zur Harmonie;
- Borderline-Kranke erfahren überall Ablehnung;
- Logorrhoe (Sprechdurchfall);
- In einigen Fällen sind viele Psychiater und Psychologen nicht bereit zu helfen, ignorieren also ihre Verpflichtung gemäß dem Eid des Hippokrates. Oft ist das pure Absicht, also Antipathie gegenüber dem Patienten.

So geht das über mehrere Seiten; kein einziges positives Wort. Wer ohnehin zutiefst verzweifelt ist und das über sich liest muss sich wie der letzte Dreck vorkommen und ist akut suizidgefährdet.

Wie aus einem Horror-Roman: Hier werden die Nebenwirkungen eines Medikaments beschrieben, dass angeblich zur Beruhigung dienen soll. Man kann sich unschwer vorstellen, wie man solche Arzneien auch zwangsweise zur Manipulation einsetzen kann.

Mit Neuroleptika werden Patienten gern ruhig gestellt - auch ohne entsprechende Diagnose. Aber auch schwer leidende Patienten versprechen sich Besserung und nehmen deshalb dieses gefährliche Medikament - ohne sich ausreichend über die Nebenwirkungen bewusst zu sein. Ein kranker Mensch wird durch Neuroleptika oft erst neurologisch krank.

Mich würde es nicht wundern, wenn Anti-Depressiva in nicht allzu ferner Zukunft als größte medizinische Verdummung offenbart werden. Mit der umstrittenen Rolle der Pharmaindustrie und der ungenügenden Wirkung von Anti-Depressiva beschäftigt sich auch der preisgekrönte STERN-Artikel 'Zurück ins Leben'.

Menschen, die gegen Mißstände in Behörden klagen, werden gern als Querulanten denunziert. Dazu hier ein Aufsatz von Joachim Hellmer, Professor für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Kiel und Direktor des Kriminologischen Instituts dieser Universität.

Wer nach dem 1.1.2009, dem Tag an dem die UN-Behindertenrechtskonvention in der BRD in Kraft tritt, sich noch an solchen Verbrechen (Zwangsbehandlungen) beteiligt, tut dies in vollem Bewußtsein, sich schuldig zu machen. Prof. Wolf-Dieter Narr hat am 8. Mai 2009 an über 1.400 Psychiatrien bzw. Chefärzte psychiatrischer Einrichtungen ein Fax gesendet.

Psychiater setzen sogenannte Persönlichkeitsstörungen als Waffe ein, die Menschen stigmatisiert. Was die Betroffenen oft nicht wissen: Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für sogenannte Persönlichkeitsstörungen! Bis vor wenigen Jahrzehnten war auch Homosexualität noch eine Straftat (§ 175) und wurde bis in die 70er Jahre als 'Psychische Erkrankung' diagnostiziert; heute dürfen Homosexuelle heiraten.

Buchtipp I: Gert Postel, ein Postbote aus Bremen, wollte zeigen, dass alles Akademische nur leeres Wortgeklingel ist und bewirbt sich als Dr. Dr. Clemens Bartholdy erfolgreich um den Posten des stellvertretenden Amtsarztes in Flensburg. Er reformiert die Einweisungspraxis in psychiatrische Kliniken, schreibt Gutachten und hält Vorträge vor Fachkollegen. Niemand merkt, dass er eigentlich keine Ahnung hat. Seine gefälschten Empfehlungen und Diplome sind ausgezeichnet, und auch mit seiner Arbeit ist man mehr als zufrieden. Bei einer Weiterbildung, so behauptet Postel, habe er unter Fachkollegen die 'bipolare Depression dritten Grades' eingeführt. Der ausgemachte Blödsinn sei widerstandslos geschluckt worden. 'Psychiatrie ist Sprachakrobatik plus ein wenig Inszenierung.' Das begrenzte Fachidiom lerne sich schnell. Postel hält sich dabei nicht für besonders intelligent. Sagt er. Aber diejenigen, die auf ihn reinfielen, hält er für noch dümmer. Der psychiatrische Gutachter, der ihm 1999 im zweiten Prozess eine 'narzisstische Persönlichkeitsstörung' attestierte, wird von ihm genauso abgekanzelt. Die Gerichtsurteile, die aufgrund der Gutachten des Postboten zustande kamen, blieben bestehen.

Gert Postel ist kein Einzelfall. In Rees (NRW) war ein Goldschmied als "leitender Therapeut" in einer Drogenklinik angestellt, quasi als Chefarzt. Unvorstellbare zwei Jahre blieb dieses unentdeckt. Seine "Lehre" machte er im Drogenmilieu. Und dann war es "Fahren ohne Führerschein", was ihn überführte. Zudem war er wegen eines Drogendelikts vorbestraft: Als Heinrich Schnieders, Geschäftsführer der Pro Homine GmbH, zu der auch Horizont gehört, davon erfuhr, fiel er aus allen Wolken. Seit zwei Jahren arbeitete der 56-Jährige bei der Drogenklinik. Man habe keinen Anlass gehabt, an den Angaben zu zweifeln. So arbeitete der Mann fast zwei Jahre lang als "Psychologischer Psychotherapeut Dr. Siegfried L." in der Einrichtung. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem Therapiegespräche mit den Drogenabhängigen. Das soll er sogar richtig gut gemacht haben. Es habe viel Lob von den Patienten gegeben. Inzwischen scheint es so, dass er seine psychologischen Erfahrungen wohl im Milieu selbst gesammelt hat. Er war nämlich wegen eines Drogendeliktes vorbestraft. Die Kenntnisse über Arten der Gesprächsführung soll er aus eigenen Erfahrungen in der Therapie haben. Seine "Erfolge" in der Behandlung hatten den Mann wohl richtig selbstbewusst gemacht. Er soll sogar mit dem Gedanken gespielt haben, eine eigene Praxis als Psychotherapeut in Rees zu eröffnen. Angeblich waren bereits die Praxisschilder angebracht. (aus: RP Online vom 3.12.2009)

Buchtipp II: Die Wahrheit über unsere Gesellschaft erfahren wir dort, wo Menschen auf verantwortliches Handeln angewiesen sind. Zum Beispiel in der Psychiatrie. Was treiben Politik, Ärzteschaft und Justiz mit Menschen, die psychisch leiden, die angeblich selbst nicht wissen, was sie tun? Es ist längst an der Zeit, davon zu erfahren; weil ein Rechtsstaat keiner ist, wenn seine Gesetze nicht für alle gelten. Das Buch dokumentiert Verbrechen an psychiatrischen Patienten, begangen aufgrund einer unwissenschaftlichen Diagnostik. Wo Psychiatrie und gesellschaftliche Strukturen aufeinander treffen, deckt es auf, welche primitiven und daher unglaublichen Mechanismen diese Verbrechen ermöglichen. Auf erschreckende Weise wird dem Leser das allgemeine Verständnis von psychischem Erleben ebenso klar, wie die Notwendigkeit einer Erarbeitung von Kontrollkriterien für die psychiatrische Praxis. Die Autorin ist Diplom-Psychologin. Durch ihre Tätigkeit als gerichtliche Betreuerin psychiatrischer Patienten hat sie von Menschenrechtsverletzungen in einer psychiatrischen Klinik erfahren, sie dokumentiert und bei der zuständigen Aufsichtsbehörde eine Untersuchung eingefordert, die niemals stattgefunden hat.
Eva Schwenk: Fehldiagnose Rechtsstaat - Die ungezählten Psychiatrieopfer (ISBN 3-8334-1526-6)

Buchtipp III: Michael Hegemann beschäftigt sich in seinem Buch 'Schlüsselbegriffe der gesellschaftlichen Wirklichkeit' auch mit Mißständen in der Psychiatrie (ISBN-10: 3831143323).

Buchtipp IV: Ich wurde 'nur' Stunden misshandelt, andere Menschen werden jahrelang in der Psychiatrie gequält. 1974 wurde Vera als 14-Jährige interniert. Erst sechs Jahre später bescheinigt ihr ein unabhängiger Psychiater, dass sie niemals psychisch krank war:
Menschenfalle Psychiatrie - von Vera Stein (ISBN-10: 3830420307)

Weitere Links:
Stoppen Sie das Töten!
Patientenverfügung (D)
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Christian Röhrig: Lebendig begraben
Kaum ein Fach ist so anfällig für Fehldiagnosen wie die Psychiatrie
Schwere Misshandlung von Patienten, denen niemand glaubte ...
Afflerbach-Prozess I: "Ich musste das Leben einer Verrückten führen."
Afflerbach-Prozess II: "Ich musste das Leben einer Verrückten führen."
Rufschädigung wegen falscher Psychiatrie-Diagnose
Erst werden Menschen in der Psychiatrie zerstört, dann nimmt man den Opfern das Geld, um sich juristisch zu wehren
German Angst

Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun (Edmund Burke)

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