Weinfrühstück mit Koalas und Warnwesten
Barossa Valley
Morgens, 9:30 Uhr, auf einer stillgelegten Raststation, die heute nur noch von Koalas in den Eukalyptus-Bäumen bevölkert wird. "Let's start with some bubbles", schlägt Guide Ralf Hadzic vor, füllt die Gläser mit Sparkling Shiraz und reicht Schoko-Kekse. "Ein hervorragendes Sonntagsfrühstück", ermuntert er die Reisegruppe.
Mitten im Barossa Valley, der bekanntesten Weinregion Australiens, etwa 70 Kilometer nordöstlich von Adelaide. Rund 600 Weingüter gibt es hier, viele in der fünften oder sechsten Generation geführt. Und nicht selten trifft man auf deutsche Namen. "Viele der Weinbauern sind vor 200 Jahren aus Deutschland eingewandert", erklärt Ralf - auch er hat deutsche Wurzeln. Die Weinkellerei Henschke ist auch so ein Fall. In der winzigsten Koststube des Landes werden die Weine ausgeschenkt. Die Porträts der Urgroßväter blicken auf die Besucher herab. Daneben drängen sich die Auszeichnungen.
In den Weingärten wird vor allem Shiraz angebaut - manche der Weingärten datieren bis ins Jahr 1840 zurück. Auch Grenache, Semillon und Riesling sind hier zu finden. Und wer will, macht sich einfach seinen eigenen Wein.
Zum Beispiel bei Penfolds. Nach einer Tour durch die Produktionshallen (Warnwesten sind Pflicht, der Gabelstapler-Verkehr in der riesigen Halle ist dicht), geht es ins Labor. "Koste dich durch und mische dir etwas nach deinem eigenen Geschmack", empfiehlt die Expertin. Die Cuvée können die frischgebackenen Weinmacher mitnehmen - mit eigenem Namensetikett auf der Flasche.
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